Sonntag, 28. August 2011

Mal wieder News zum Hasen :)

Heute hat er mich zum ersten mal mit lautem (!) Gepiepe begrüsst ♥
Er hat ein ganz zartes, zuckersüsses Stimmchen. Ich hab mich sehr gefreut, das ist ein Riesenfortschritt. Wildlinge und sehr scheue Katzen geben normalerweise keine Laute von sich, Katzen reden nur , wenn sie sich nicht bedroht fühlen. Er legt also Wert darauf, dass ich merke, dass er sich freut, wenn er mich sieht und das freut mich granatenmässig :)
Ich fühle mich gerade wie im 7. Himmel :D


Erst hat er tagelang lautlos gepiept, also zwar das Schnäbelchen sperrangelweit aufgerissen, aber es kam kein Ton raus. Und vorhin laut und deutlich "Miihiiiii". Juhu :D

Er ist immer noch jede Nacht super pünktlich, sobald bei uns vor dem Haus das Licht angeht, steht er parat.
Hach, mein Hasischatz. Ich freu mich so.

Für die, die Hasen-Geschichte nicht kennen:
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Freitag, 26. August 2011

Katzenbabies "retten"

Weil es jetzt mit den Herbstbabies wieder los geht und weil es einfach sooooooo oft vorkommt:

Wenn ihr auf einem Bauernhof oder irgendwo im Gebüsch oder in einer Feldscheune oder sonstwo einen Wurf Katzenbabies entdeckt, nehmt die Kleinen NICHT mit!

Die Katzenmutter muss mit eingefangen werden! Wenn ihr die Babies auf einen Schlag von der Mutter weg holt, bekommt die säugende Kätzin einen Milchstau, an dem sie elendiglich und unter grossen Schmerzen sterben kann.

Gut gemeint ist nicht das Gleiche wie gut gemacht. Wenn, dann macht es richtig: fangt die Katzenmutter un-be-dingt mit ein. 
Das geht entweder mit einer Familienfalle, wie man sie von manchen Katzenhilfe-Organisationen ausleihen kann.
Oder so:
Normale Katzenfalle (kann man ebenfalls im Tierheim ausleihen) aufstellen. Mutter fangen. Babies einsammeln. Die Familie so lange zusammen unterbringen, bis die Jungen 12 Wochen alt sind.
Falls die Kleinen schon rumlaufen und scheu sind, dann muss man sie halt auch mit der Falle fangen.
Das kostet ein wenig Zeit, aber die muss man sich halt nehmen.
So lange eine Wildlings-Mutter ihre Kitten versorgt, kann man sie ohne grosse Probleme in einem Raum halten. Die ist beschäftigt und nölt vielleicht mal rum, das ist aber alles nichts im Vergleich dazu, würde sie weiterhin zweimal im Jahr Junge kriegen und die Kitten jedesmal verwildern und dann ihrerseits für Nachwuchs sorgen. 
Wenn jemand Katzen was Gutes tun will, dann bitte richtig und nicht "oooh, süsse Kitten, nehme ich mit".

Katzenmütter, denen man die Jungen einfach weg nimmt, rennen wie besinnungslos vor Schmerzen und Sorge um ihre Babies durch die Gegend, und das endet oft tödlich. Oder sie verkriechen sich mit beinahe platzendem Gesäuge und grossen Schmerzen und sterben still und leise vor sich hin.

Die Katzenmutter muss auf jeden Fall kastriert werden. Es reicht nicht, Babies zu retten, die Mütter verdienen es mindestens genauso, dass man sich um sie kümmert und sie kastrieren lässt.
Holt man viel zu junge Kitten von der Mutter weg, macht man damit nichts Gutes, sondern einen grossen Fehler.
Informiert euch im Tierheim oder bei der örtlichen Katzenhilfe, bevor ihr handelt. Es kann nicht sein, dass alle naselang jemand stolz erzählt, er habe Kitten gerettet und dabei so eine Scheisse baut, wie im oben beschriebenen Fall und dabei die Katzenmutter über die Klinge springen lässt. Und das kommt wirklich oft vor.




P.S.
(Die im letzten Posting versprochenen Fotos kommen demnächst.... ;) )



Mittwoch, 24. August 2011

Umsortiert

Ich hab die Postings etwas umsortiert und ein paar neue Labels (= Kategorien, rechts in der Leiste) eingefügt. In der Hoffnung, das/den Blog etwas übersichtlicher gemacht zu haben.
Ist das so genehm oder hat jemand einen Verbesserungsvorschlag? 


Ausserdem hat das Auto einen Riss in der Windschutzscheibe, der Rasentraktor springt nicht an und beim normalen Rasenmäher ist der Radantrieb futsch gegangen und ich könnte gerade irgendwas an die Wand knallen. Aber irgendwas ist ja immer :D

Morgen gibts Fotos, falls ich ich dazu komme und falls die Kamera nicht auch noch futschi geht *Murphy*

Montag, 22. August 2011

"Warum sind deine Katzen so friedlich?"

Wurde ich wiederholt gefragt. Und ich habe mir wiederholt Gedanken darüber gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, ich kann keine eindeutige Antwort darauf geben, weils keine keine eindeutige Antwort gibt. 
Aber bei einigen Faktoren bin ich mir ziemlich sicher, dass sie mit dazu beitragen.


1.
Wichtig könnte sein (wahrscheinlich, so ganz sicher bin ich mir da nie und schon gar nicht, wieviel tatsächlich ein Muss wäre), dass wir sehr viel Platz haben. Die Katzen können hier echt toben und mit Vollgas rumwetzen. Es gibt im Haus einen Rundkurs: Durchs Treppenhaus hoch, durch den Flur, in die Galerie, von dort die Wendeltreppe runter, durchs Wohnzimmer, in die Diele und zack, wieder durchs Treppenhaus hoch.
Hier wird oft gerannt, der Rundkurs ist dafür wirklich toll.
Andererseits, trotz massig Platz, liegt die ganze Bande tagsüber meistens zusammen in der Galerie, wenn Nickerchen-Time ist. Die könnten sich auf etliche Zimmer verteilen, tun sie aber eher nicht.
Manchmal denke ich, die Katzengemeinschaft würde auch gut funktionieren, wenn wir nur halb so viel Platz hätten. Aber viel Platz schadet natürlich auch nicht.


2.
Wir haben extrem gute Nerven :D
Vorhin kam ich aus dem Bad, barfuss. Auf dem Weg Richtung Treppe raste mir ein Trio, bestehend aus Fiete, Hannes und Lottchen über die nackerten Füsse. Mit Vollgas. Dass die beiden Schwarzweisslinge Fiete und Lotte waren, weiss ich nur deshalb, weil Klärchen (der dritte Schwarzweissling) im Schlafzimmer bei ihrer Mama lag. Bei dem Karacho, das die drei drauf hatten, hätte ich sonst keinen der drei identifizieren können.
Jedenfalls habe ich einen fetten Schmarren überm Rist, weil einer der drei Verbrecher mit ausgefahrenen Krallen über meinen Fuss gerannt ist. Ja, nun. Sie hatten Spass. Und es gibt Pflaster.
Was ist ein zerschrammter Haxen gegen drei gut gelaunt spielende Katzen? :D

Mein Mann tappte kürzlich mal wieder in Katzenkotze. Noch warme Katzenkotze, also besonders schön, wenns lauwarm unterm Fuss knatscht. Klar, eklig. Aber kann man abwaschen.

Hier geht ab und zu mal was zu Bruch. Ja, und, das ist halt so. Wird eben neu gekauft.

Das Sofa ist drei Jahre alt und sieht .... hm.... nicht mehr schön aus. Ishaltso. Selber schuld, was kaufen wir ein dunkelbraunes Glattledersofa, auf dem man jeden Kratzer sieht?

Menschen mit guten Nerven werden nicht so schnell übellaunig und das wirkt sich auf die Laune der Viecher natürlich auch aus.


3.
Es sind genug Katzen, dass jeder immer jemanden findet, der gerade auch schmusen oder auch spielen will.
Keiner muss eine schlafende und deshalb momentan spiel-unwillige Katze ärgern, wenn er spielen will, sondern sucht sich einfach einen ebenfalls zum Toben aufgelegten anderen Katz.


4.
Linda. Die ist der ruhende Pol für die Katzingers. Sie hat für jeden Zeit, putzt geduldig Köpfe und Popos, man kann mit ihr kuschlen, wenn die Zweibeiner keine Zeit haben, und sie erzieht die Katzenbande auf ihre Art. Von ihr lernen sie, dass man ganz schnell mal mit der Pfote auf dem Boden festgenagelt wird, wenn man meint, zu grob werden zu müssen. Wer ungrob und nett ist, für den hat Linda immer Zeit.
Sie lässt sich von den Katzen im Grunde bis zu dem Punkt auf der Nase rumtanzen, wo ich auch einschreiten würde. Wenn zwei derbe spielen und es ihr zu arg wird, geht sie hin und rüffelt den Krawallheini an.
Alle Katzen lieben sie.


5.
Ich bin Hundemensch. Von Haus aus, von klein auf und schon immer. Hunde gabs in meinem Leben schon immer, Katzen kamen erst dazu, als ich schon halb erwachsen war. Den Umgang mit Hunden habe ich im Blut und das prägt den Umgang mit Katzen. Was man mit Hunden lernt, ist u.A. Konsequenz, Motivation (zum gewünschten Verhalten), schnelles Reagieren auf unerwünschtes Verhalten und Loben. Und die Einstellung, dass man sich mit Tieren beschäftigen muss und sie nicht einfach nur hat. Also sie nur so neben sich her existieren lässt, ohne ihnen gross Aufmerksamkeit zu schenken, wie es in ganz vielen Katzenhaushalten leider läuft. Da wird erst mit Katze kommuniziert, wenn sie sich deutlich bemerkbar macht, meistens durch Dinge, die den Katzenhalter auf die Palme bringen. Die übrige Zeit verbringen nach wie vor die meisten Katzen damit, als lebende Deko rumzuliegen oder dem Menschen Kuscheleinheiten zu verpassen, wenns dem Menschen gerade mal genehm ist.

Bei uns läuft das so, dass von meinem Mann aus Laissez Faire herrschen würde. Der ist komplett erziehungsunfähig und lässt sich von gar nix aus der Ruhe bringen. Da buddelt ein Katz vor seinen Augen einen Blumentopf aus und er grinst und sagt "hehe, guck mal, wie fleissig die gräbt".
Odere einer schaukelt im Schlafzimmer am Vorhang unter der Decke rum und der Mann freut sich über die sportliche Katz und feuert sie sogar noch an. *rolleyes*
Oder unserem notorischen Dieb, Fiete, der alles klaut, was nicht niet- und nagelfest ist, dem legt er extra noch Diebesgut hin, damit sein Katersöhnchen ein Erfolgserlebnis hat und sich freut. Wenn Fiete dann vor des Papas Nase auf dem Schreibtisch rumspaziert, sich in aller Ruhe zwischen den vielen stehlenswerten Sachen etwas aussucht und mit einem Kugelschreiber davon flitzt, ist der Papa sehr stolz auf seinen Fiete :-D
Und ich muss auch immer lachen ;)

Das gehört aber wohl auch eher zu Punkt 2, den guten Nerven.

Zu was ich mit dem Hundemenschen-Gelaber eigentlich angesetzt hatte, war Folgendes, von dem ich hoffe, dass es jemandem was bringen könnte, der Stress in seiner Katzentruppe (oder seinem Katzen-Duo) hat:
Man muss die Tiere gut beobachten. Man sollte erkennen (lernen?), ob und wann man eingreift und wie.

Kabbeleien und sich im Spiel jagende und kloppende Katzen: völlig normal und ok, muss so, soll so. Nix machen, ausser zugucken und sich über kabbelnde und balgende Katzen freuen. Sieht nicht immer schön aus, denn auch im Spiel zieht einer den Kürzeren und ist beleidigt oder der andere hätte es nicht ganz so weit treiben müssen, aber es sind Katzen, die spielen so. Und da gehts durchaus auch mal derbe zur Sache.

Schluss mit lustig ist, wenn einer anfängt zu kreischen oder sehr defensiv zu fauchen (nicht zu verwechseln mit eher läppischem "lass mich jetzt, ich hab jetzt keinen Bock mehr"-Fauchen) oder wenn Fellbüschel fliegen. Oder es einfach zu happig wird. Wenn sie beidpfötig aufeinander eindreschen und einer zum Sprung auf den anderen ansetzt. Oder bei Klo-Mobbing, das Probleme in vielen Katzenhaushalten macht. Da lauert dann einer dem anderen auf dem Weg zum Katzenklo auf und das Opfer ist irgendwann so weit, dass es lieber  hinters Sofa pinkelt, als sich jedesmal auflauern zu lassen. Dann muss man eingreifen.

Besser ist es allerdings, vorher zu merken, dass es jetzt ernst werden könnte und dann schon mal ein "Herrschaften, einen Gang runter schalten!" in die Runde zu werfen und sie abzulenken.

Was bei der ganzen Moderation [i.S.v. leiten, führen, lenken] der kätzischen Mitbewohner wichtig ist, oder wie ich zumindest finde, DAS Wichtigste: man muss für sie durchschaubar sein. Man darf seine Reaktionen nicht von der eigenen Laune abhängig machen oder vom Wetter oder ob das Abendessen gemundet hat. Die müssen wissen, woran sie sind, sonst funktioniert das nicht.
Eine Ermahnung ist eine Ermahnung und hat keine direkten Folgen. Man kann also nicht ein Tier ermahnen und dann direkt sanktionieren, sondern es hat dann die Chance, ganz alleine das, was gerade los ist (den Streit mit einer anderen Katze) zu beenden.
Tut es das, tut der Mensch so, als wäre nichts gewesen und liest weiter sein Buch oder guckt Sportschau.

Ignoriert der kleine Krawallo die Warnung und macht weiter, kommt die Sache mit den hellgelben Funken.
Das heisst, der Mensch unterbricht aktiv das Gezoffe, und macht dem Krawallo klar, dass er ein kleines Mistviech ist und dass das nicht geduldet wird. Hier läuft das so ab, dass ich schreie "Jetzt ist Schlussssssss!" und den Aggro-Heini weg jage. Raus aus dem jeweiligen Raum, die Treppe hoch oder runter. Der hat sich zu verkrümeln und für die nächsten 5 Minuten in Deckung zu bleiben.

Kommt hier super selten vor und wenn, dann kurz vor der Fütterungszeit :D
Hungrige Katzen sind streitlustige Katzen. 

Ansonsten läuft "Erziehung" (das Wort passt bei Katzen nicht gut, man lenkt sie eher, als dass man sie erzieht)
hier eigentlich nur über positive und negative Rückmeldung und Verstärkung. Katzen, die nett zueinander sind, werden gelobt und gebusselt und ihnen auch 100 mal am Tag gesagt, dass sie die tollsten und bestesten Katzen der Welt sind. Das glauben sie natürlich aufs Wort ;)

Ich bin davon überzeugt, dass Katzen, die ein enges, inniges Verhältnis zu ihrem Menschen haben, ganz vieles ihm zuliebe tun. Die wollen es richtig machen, die wollen toll sein. Wenn sie ihn lieben, dann wollen sie das, was der Mensch auch will und geben sich Mühe, die allertollsten Katzen der Welt zu sein.

Mal am Beispiel von den beiden Machos im Haus, die sich beide für den Master Of The Universe halten, Fiete und Franzi.
Die beiden mögen sich durchaus, aber sie konkurrieren. Der eine beobachtet den anderen und was der eine macht, kann der andere schon lange ("ätsch!").

Bei Fiete ist es so, dass der alle paar Tage einen auf den Deckel braucht, damit er nicht abhebt. Er ist suuuuper sozial, ein ganz herziges Kerlchen, aber er hat die Neigung zum Grössenwahnsinn. Er platzt vor Selbstbewusstsein. Würde ich den in den Freigang schicken, würde er keine 5 Minuten überleben. Der würde sich als erste Tat mitten auf die Strasse vor den daherfahrenden Trecker von Bauer Günther stellen und gucken, was passiert. Denn ihm kann ja nix passieren, denkt  er. Er hält sich für unsterblich. Der Knallkopf.

Würde man Fiete einfach machen lassen, würde er sich zum Katzen-Chef krönen und im Stechschritt seine Ländereien, sprich, das Haus regieren und die anderen Katzen müssten stramm stehen.
Nee, so schlimm ist er nicht ;) , aber er ist halt wie er ist und man muss ihn ab und zu etwas einbremsen. In seiner schlimmsten Phase, da war er so ca. 2 Jahre alt, musste ich ihn mir fast täglich zur Brust nehmen, mitterweile langt ungefähr einmal die Woche eine Ermahnung. Immer aus dem gleichen Grund, er probiert dann aus, wie weit er gehen kann. Lauert den anderen auf, versucht sie zu jagen , zu erschrecken oder einen Satz Ohrfeigen zu verteilen. Wenn er mit windschnittiger Ohrenfrisur rumläuft, weiss man, es ist mal wieder so weit.
Sein Lieblingsopfer ist seine Schwester Klara. Die wehrt sich nicht, sondern schreit wie am Spiess, wenn er sie in eine Ecke drängt.
Wenn er das mit Luzie oder Lotti versucht, kommt es erst gar nicht so weit, die lassen sich in keine Ecke drängen, die sind beide einer kleinen Schlägerei keinesfalls abgeneigt, sondern drehen den Spiess einfach um und gehen auf ihn los. Das nimmt ihm sofort den Wind aus den Segeln, denn _ernsthaft_ zoffen will er eigentlich gar nicht.
Sein Bruder Hannes hängt ihn einfach ab, der ist doppelt so schnell wie Fiete und kann doppelt so hoch springen, ausserdem lässt der sich grundsätzlich in keine Streitereien reinziehen.
Sophie wäre auch ein Lieblingsopfer von Fiete, denn die ist viiiiiel zu pienzig, um sich zu hauen. Aber die hat das Problem nicht, denn sie hängt rund um die Uhr an meinem Rockzipfel.
Emma haut ihm prophylaktisch jedesmal mit der flachen Pfote auf den Kopp, wenn er ihr begegnet, dafür liebt er sie komischerweise sehr und ist ganz im Glück, wenn er mit ihr kuscheln darf.


Ansonsten ist er meistens ein sehr lieber Kerl den anderen gegenüber, der auch mit Schwachen und Kranken ungrob und lieb spielen kann (und das zeichnet ihn sehr aus, denn das ist bei Katzen so eigentlich nicht üblich).
Das ist so, weil er grössten Wert darauf legt, dass wir Zweibeiner ihn toll finden, ihm so oft wie möglich Küsschen auf die Stirn drücken und er gesagt bekommt, wiiiiiiie toll er ist.
Er kann überhaupt nicht damit leben, ignoriert zu werden. Ein ignorierter Fiete ist ein sehr geknickter Fiete. Er sitzt dann in einer Ecke und ist seeehr traurig. Dann kann man ihn auch wieder her rufen, der hat seine Lektion kapiert für die nächsten Tage.

Franzi war, als er hier einzog, die ersten zwei Wochen seeehr anstrengend. Er hatte anfangs vor, der Alleinherrscher zu werden und so benahm er sich auch. Er wollte alle Aufmerksamkeit von meinem Mann und mir für sich alleine, wollte schmusen und kuscheln und knutschen und das möglichst rund um die Uhr. Die anderen Katzen hielt er für überflüssig.
Es dauerte ein Weilchen, bis er gelernt hatte, dass er immer noch ein SUPERKATER ist, auch wenn wir uns mit den anderen Katzen beschäftigten.
Ich kenne keine andere Katze, für die es so maßlos wichtig ist, geliebt, beachtet, betüddelt und geknutscht zu werden, wie Franzi. Der würde sich beide Beine rausreissen, um gelobt zu werden. Mit dem kann ich 20 mal den Rundkurs durchs Haus rennen, wenn ich rufe "Franzibär, komm!", dann rennt der mit. Der würde wahrscheinlich auch ins Wasser hopsen, über glühende Kohlen gehen oder auf zwei Beinen tanzen, wenn wir das von ihm verlangen würden.
Das haben wir eiskalt ausgenutzt, als er hier einzog. War er aggro zu den anderen Katzen, wurde er geschimpft und nicht mehr beachtet. Und hat dann fuuuurchtbar gelitten.
Bis er kapiert hatte, dass er der böse Franzi ist, der nicht beachtet wird, wenn er aggro zu den anderen Katzen ist, gabs hier blutige Nasen für alle. War echt stressig, vor allem für Anton, der immer und immer wieder auf seine ganz und gar engelhaft-liebe Art versuchte, Franzi zu befreunden und ein ums andere mal eins auf die Nase bekam. (Die beiden sind heute sehr gut befreundet und Franzi gibt dem Anton dauernd Küsschen).

Nach einer Woche dämmerte ihm so laaaangsam der Zusammenhang seines Verhaltens und seiner Leiden. War er lieb, war er Superfranzibär - war er böse, musste er den Raum verlassen und wir guckten ihn nicht mal mit dem Böppes an (war gar nicht so einfach, das an meinen Mann ran zu bekommen, der wäre ihm am liebsten jedesmal hinterher getrabt und hätte ihn getröstet, weil die böse Frau so gemein zu ihm war).
Das Ganze so lang, bis Franzi wieder angetrottelt kam und vorsichtig um Aufmerksamkeit nachgesucht hat.
Was liegt da für einen aufmerksamkeitssüchtigen Franzi näher, als nur noch lieb zu sein? Nichts.
Tadaaa. So wurde aus dem Schläger der liebe Onkel, der sich von kleinen Katzenmädchen auf der Nase rumtanzen lässt und das ganz super findet. Ich kann manchmal gar nicht glauben, wie gutmütig der geworden ist.

Ab und zu rasseln er und Fiete mal zusammen, aber nie bösartig. Eher so auf Macho-Art: "Wat is, willse auffe Fresse, Alder?" Oder einer gibt dem anderen im Vorbeilaufen einen Dong und der andere dongt zurück.
Machen lassen..... Kerle sind halt nun mal so.

Warum sabbel ich hier eigentlich endlos rum? Ahso, ja, weil ich versuche, mir eine Antwort darauf aus den Fingern zu saugen, warum mein Katzenvolk so friedlich ist. 

Die Voraussetzung für alles ist, meiner Überzeugung nach, dass man zu seinen Tieren ein herzliches, liebevolles, enges Verhältnis hat. Wenn man sie für die Grössten hält (aus tiefstem Herzen), dann sind sie das auch.
Mit ein wenig Regie aus dem Hintergrund bei problematischen Situationen (Ermahnungen), Ablenkung zur richtigen Zeit und viel Lob und Küsschen und Küsschen und Küsschen und Trallala. Und Transparenz. Man muss für die Tiere lesbar sein. Verständlich sein, sie müssen sich jederzeit drauf verlassen können, dass dies gut ist und jenes eben nicht gut ist.

Launenhaftigkeit ihrer Menschen macht Katzen irre. Es verunsichert sie zutiefst. Katzen sind Tiere, die ein sehr grosses Maß an Verlässlichkeit brauchen, um ihre beste Seite zeigen zu können. Eine Katze, die liebevoll auf ihren Menschen zugeht, darf man nicht einfach ignorieren, sondern man muss wenigstens, auch wenn man gerade keine Zeit hat, ein liebes Wort oder ein Streicheln über den Kopf für sie übrig haben.

Bei Hunden gehört viel mehr dazu (die führen aber auch kein Leben als nixnutzige verzogene Parasiten wie Katzen, sondern die müssen etwas leisten), aber bei Katzen ist das schon alles.

Ich kanns nicht besser erklären :-/


6.
Ich arbeite von zu Hause aus und habe deshalb natürlich sehr viel mehr Zeit für die Bande, als jemand, der täglich 9 oder 10 Stunden ausser Haus ist.


7.
Ausgleichende Gerechtigkeit. Wer eine Lilli hat, der hat 10 gutartige Katzen einfach verdient.


8.
Friedliebende Tiere: Wie der Herr, so das Gescherr. Und wehe, einer lacht jetzt. :-D

Freitag, 19. August 2011

Kastration ist Tierschutz!

[Ein Gastbeitrag von Bianca]

Hier auf dem platten Land ist es leider nicht immer üblich, das man seine Katzen / Kater kastriert. Ich schreibe der Einfachheit halber von Katzen ;-)

Als ich meine beiden damals von der Pflegestelle geholt habe, war für mich von Anfang an klar, das sie kastriert werden.

Warum?
- Ich wollte keine Katzenbabys haben (es gibt ja auch wirklich schon genug davon)
- Katzen sind keine Menschen (denen fehlt das nicht, wenn die keinen Sex haben!)
- Es war von Anfang an klar, das meine raus gehen (und dann weiß man nicht, wer sie deckt - Stichwort Krankheiten)

Vielen Menschen holen sich einen Kater ins Haus - denn der wird ja nicht schwanger. Ja ne, ist klar. Aber die Frage ist doch, wie viele Katzen er schwängert und was für Krankheiten er sich dabei einfängt.

Leukose (klick mich) und Katzenaids (klick mich) wird nämlich auch über Geschlechtsverkehr übertragen. Natürlich gibt es auch noch andere Übertragungswege. Aber hier geht es ja ums Thema Kastration und warum die so notwendig ist.

An erster Stelle steht aber für mich, das ich es nicht schuld sein möchte, das es noch mehr Katzenelend auf dieser Welt gibt.

Ja klar, Kitten sind süß, aber schaut mal, was ein Katzenpärchen in den Jahren für einen Nachwuchs zeugen kann:


 Quelle

Das könnten 80 Millionen Katzen in 10 Jahren werden.
Wohin will man die denn alle vermitteln??? Es gibt doch wirklich schon genug Katzen...

Einige Mythen zum Thema Kastration:

Katzen müssen einmal Kitten bekommen...
Nein, das müssen sie sicher nicht. Eine Schwangerschaft und Geburt ist Stress für die Katze. Und wenn das jeder so sehen würde, dann kommt unsere Grafik doch nah ran.

Eine Katze muss einmal rollig gewesen sein...
Warum muss sie das? Die Rolligkeit ist doch für die Katze nicht schön wenn sie nicht gedeckt wird. Leider sagen das auch heut enoch viele Tierärzte. Wenn ihr so einen Tierarzt habt, dann sucht euch einen neuen!

Kater bekommen keinen "Katerkopf" wenn man sie kastriert...
Das ist auch nicht wahr. Es gibt Kater, die nie einen Katerkopf bekommen (obwohl sie nie kastriert wurden) und Kater die einen bekommen trotz Kastration. Das ist in den Genen verankert.

Meine Katze soll doch ruhig Sex haben...
Katzen sind keine Menschen! Sie vermissen nichts, wenn sie keinen Sex haben! Außerdem tun auch viele Frauen was dagegen schwanger zu werden. Aber ich rate grundsätzlich von der Pille bei Katzen ab. Diese Hormone muss man seinem Tier ja nun wirklich nicht antun. Die Kastration ist das "einfacher" und macht auch mehr Sinn. Denn dann wird die Katze sicher nicht mehr schwanger.

Aber die Kitten sind doch alle schon vermittelt...
Die Leute können doch auch ein Kitten aus dem Tierschutz oder vom Züchter nehmen. Es ist ja nicht so, das genug Kitten jedes Jahr auf die Welt kommen...

Warum soll ich meinem Tier eine unnötige Operation antun...
Warum muss ich meinem Tier jedes Jahr mindestens einen Wurf Kitten antun? Es gibt mittlerweile die Möglichkeit einer Inhalationsnarkose. Da ist die Katze wirklich nur so lange inNarkose wie es benötigt wird. Meine Katzen waren noch relativ jung als sie kastriert wurden. Sie haben aber alle beide die Narkose super weg gesteckt.

Wenn ich keine Kitten mehr bekomme, dann sterben die Katzen doch aus...

Katzen werden niemals aussterben! Aber es kann helfen das Elend zu verringern.

Kastrierte Katzen fangen weniger Mäuse...
Mein Wookie ist kastriert. Bringt aber trotzdem pro Tag mindestens eine Maus mit (eigentlich sogar zwei pro Tag oder mehr). Ich kann also nicht sagen, das er weniger Mäuse fängt seit er kastriert ist. Ok, er war unkastriert bei mir nicht im Freigang. Aber ich finde zwei Mäuse im Schnitt schon recht viel.

Kastrierte Katzen werden dick...
Ob eine Katze dick wird oder nicht hängt sicher nicht mit der Kastration zusammen, sondern eher damit, wie viel man sich mit der Katze beschäftigt und was man ihr zu fressen gibt.


Argumente für eine Kastration:

Die Tierheime sind mittlerweile mehr als voll. Wie sollen die das alles packen? Viele Vereine gehen bankrott weil sie das alles nicht mehr gestemmt bekommen.

Unkastrierte Kater markieren. Das riecht mehr als übel. Auch Katzen können markieren. Solche Tiere (also die unkastrierten) sind untereinander schwerer zu vergesellschaften.

Wenn eine Katze rollig ist, dann ist das purer Stress für die Katze. Das ist wirklich nicht schön. Sollte die Katze in der Rolligkeit nicht gedeckt werden, dann steigt das Risiko für eine Gebärmutterentzündung.

Unkastrierte Freigänger haben einen viel größeren Radius wie kastrierte Tiere. Sie folgen dem Geruch der rolligen Katzen. Oft kommen sie dabei auch unter die Räder, weil sie ihrem Trieb folgen und nicht mehr so vorsichtig sind.

Die Gefahr von Revierkämpfen ist unter unkastrierten Tieren viel höher. Sie wollen sich behaupten. Diese Kämpfe sind oft sehr blutig.

Das Risiko sich mit einer Krankheit anzustecken steigt, wenn die Katze Sex hat. Viele Krankheiten können so übertragen werden. Oft haben die Kitten diese Krankheit dann auch.

Eine Katzengeburt muss nicht immer problemlos ablaufen. Es kann auch sein, das ein Kaiserschnitt gemacht werden muss. Oder die Mutter die Kitten nicht annimmt. Dann ist der Mensch gefragt - und das 24 Stunden am Tag.

Also bitte, bitte, bitte: lasst eure Katzen und Kater kastrieren!!!

Egal ob sie raus gehen oder nicht. Tut ihnen den Stress nicht an. Und tut euch den Stress einer Dauerrolligkeit oder des Markierens nicht an.



Liebe Bianca, vielen Dank, dass ich diesen Beitrag verwenden durfte!
Biancas Blog findet ihr rechts unter Lieblingsblogs oder klickt hier: Lupiwo

Dienstag, 16. August 2011

Rassekatzenkonsumenten vs Tierliebe

Es leben in Deutschland ca. 40.000 Katzen in Tierheimen. Nur in Tierheimen, die vielen Streuner, Wildlinge und Ausgesetzten, die draussen umrennen, sind da gar nicht mitgezählt.
Würde man den Auslandstierschutz, bzw. die Katzen aus Rest-Europa mitzählen, die in Perreras und Tierheimen ausserhalb Deutschlands vor sich hin leben und leiden, würde sich die Zahl bestimmt verdoppeln. Mindestens.

So. Nun ist da jemand, der will eine Katze, bwz. (hoffentlich) zwei Katzen oder eine zweite zu einer schon vorhandenen dazu.
Was ist die Motivation, Katzen zu halten? Tierliebe, wird jeder antworten.
Und jetzt kommts: Das glaube ich nur denen, die sich eine Katze aus dem Tierschutz holen.
Frechheit? Nein. Überzeugung. Weil es gar nicht anders sein KANN. 

Die, die zum Züchter gehen, die eiskalt ignorieren, dass schon ca. 80.000 Katzen in Deutschland und im Auslandstierschutz leben und die nicht einem dieser schon vorhandenen Tiere ein Zuhause geben möchten, sondern sich eine extra für ihre Wünsche passend produzierte Katze anschaffen, das sind Konsumenten.
Konsumdenken entscheidet, nicht Tierliebe.

Kein Mensch, der ein Herz hat, kann dieses massenhafte Elend ignorieren. Und es kann mir keiner erzählen, dass er bei der irrsinnig grossen Auswahl an Tierschutzkatzen kein Tier finden würde, das er liebhaben könnte. Wenn er denn überhaupt in der Lage wäre, Liebe für ein Tier zu empfinden und nicht nur und ausschliesslich seinen Konsumgedanken lieben würde. 

Was dieser Mensch faktisch tut, ist Folgendes:
Er möchte keiner Katze in Not ein Zuhause bieten. Es ist ihm egal, dass zig Tausend Katzen dringend ein Zuhause bräuchten. Er möchte seine Wünsche befriedigen, seine Ansprüche erfüllen, er möchte konsumieren.
Sollen se halt verrecken, die Verreckerlinge. Soll sich doch wer anders drum kümmern. Und wenn sich keiner findet, tja, Pech für die Katz.

Dann gibts noch die, die sagen: ich hatte schon Tierschutzkatzen. Ich habe mein Soll erfüllt. Jetzt sind meine Wünsche dran, jetzt will ich, was mir gefällt, was meinen Idealvorstellungen entspricht, jetzt habe ich das Recht, zu konsumieren.
Das sind dann die, für die Tierschutz nur einen Zweck hat: tu mal eben was Gutes und sprich für den Rest deines Lebens darüber. Gerne auch in epischer Breite, bis es dem gelangweilten Publikum zu den Ohren rausquillt.

Oder die Blauaugen-Sammler. Die gibts sehr oft. Die haben eine blauäugige Birma, eine blauäugige Siam, eine blauäugige Maine Coon. Alles, was nicht vorzugsweise cremefarben und blauäugig ist, ist eigentlich keine Katze, sondern Restmüll.

Dann gibts noch die, die zwei, drei, vier Hauskatzen, selbstverständlich Rassekatzen (!) haben, und dazu noch fürs Gewissen und zum drüber reden eine Tierschutzkatze als Freigänger halten. Die darf dann durchs Kellerfenster raus und rein, hat eine Kuschelhöhle auf einem Kellerregal und bekommt Trockenfutter hingestellt, weil sie sich ja eh selber Mäuse fängt. Während die ECHTEN Katzen, also die Rassetiere, die auf dem Sofa logieren und selbstverständlich nur mit dem Teurersten, was der Zoohandel zu bieten hat, gefüttert werden.


All diese Leute sagen, sie sind tierlieb (einself!) und lieben ihre Katzen (einself!). Klar tun sie das. Weil ihre Katzen ganz genau ihren Wünschen entsprechen, nach ihren Wünschen produziert wurden. Sie lieben nicht Katzen oder Tiere im Allgemeinen, sondern sie lieben die Erfüllung ihres Konsumdenkens, in Form einer eigens für sie produzierten Katze.
Tierschutzkatzen? Restmüll.

Tierschutzkatzen werden von diesen Leuten auch gerne und oft als "Wundertüten" bezeichnet. Denn man weiss ja nie, was drin ist, es gibt keine Ahnentafel zum an die Wand tackern und ausserdem werden sie ständig krank und kriegen Flöhe oder einen schlechten Charakter.

An dieser Stelle möchte ich mal beiläufig betonen*, dass ich seit einem Jahr mit genau einer Katze zum Tierarzt musste, mit Luzie. Als die sich im Garten von Linda finden liess.
(* ich liebe Oxymorone und Paradoxone )

Nee, nee. Diese Leute können mir viel erzählen. Ich bleibe dabei: wer Tiere liebt, hat das Bedürfnis, denen in Not zu helfen. Wer ein Herz hat, sieht nicht über das zig-tausendfache Elend hinweg, sondern nimmt, wenn er kann, eine Katze auf, die es schon gibt, und die nicht auf seine Wünsche zugeschnitten extra produziert wurde.

Die Rassekatzen selber, die sind in meinen Augen Katzen wie alle anderen. Die können nix dafür, ungeachtet dessen, dass schon viel zu viele Katzen auf ein Zuhause warten, produziert worden zu sein. Die Rassekatzen-Fetischisten, die alles Elend ignorieren und ihr Konsumdenken für Tierliebe halten, die sind das Übel.


Was mir auch immer wieder auffällt.... :D
Es ist fast immer der gleiche Typ Mensch, der auf Rassekatzen schwört. Nein, das ist falsch, ich präzsiere: dieser Typ Mensch wohnt fast immer in einer bestimmten Art Wohnung: Neckermann-Sofa, vorzugsweise in terracotta-farbe, Buche-Furnier Stollenschrankwand, an den Wänden hängen Bilder von Rosina Wachtmeister oder ähnlich geartete "Kunstwerke" aus der Deko-Abteilung des örtlichen Obi Baumarktes, gerne auch grossformatig-dreiteilig und Hauptsache zur (vorzugsweise grellen) Wandfarbe passend.

Schämt euch was, ihr Katzenkonsumenten. Wenn ihr etwas Geschmack in eure Buden bringen wollt, dann kauft euch am nächsten Kiosk eine "Schöner Wohnen", aber denkt nicht, dass eine Rassekatze als Deko irgendwas raus reisst oder wenigstens einen Hauch Geschmack in die Gruselbude bringt. 

Was ich eigentlich sagen wollte..... tierlieb ist, wer Empathie für Tiere und ihre Nöte und ihre Leiden empfindet und das massenhafte Elend nicht ignoriert, sondern hilft, wenn er die Möglichkeit dazu hat.
Spenden sind toll und wichtig, aber eine Spende ersetzt keine Zuwendung, keine Liebe.

Wahrscheinlich labere ich hier aber eh nur vor mich hin, denn ihr, die ihr eh nix wahrnehmt von dem, was ihr nicht wahrnehmen wollt, werdet es nie begreifen. Weil euch einfach eine Voraussetzung dafür fehlt, ihr habt kein Mitleid, keine Herzenswärme, kein Gewissen.

Viel Spass beim in-die-Tischkante-beissen, ihr Betonköppe. Ich weiss, dass ihr jetzt vor dem Rechner hockt und extrem pissed seid. Und das freut mich. An euer Herz kann man nicht appelieren (ihr habt ja keines, ihr armen Menschen), aber man kann euch zur Weissglut bringen, indem man euch sagt, was ihr mit dem Kauf des drölften Katzenbettchens oder Luxuskatzenbaums für eure Rassekatzen überschminken wollt: ihr seid eiskalt.

Ich geh derweil den Restmüll betüddeln und dabei das empfinden, was ihr nie kennenlernen werdet: dass einem das Herz vor Liebe überquillt und man kaum glauben kann, wieviel Glück man haben kann, weil man so viele wunderbare, einzigartige und liebens-werte (im besten Wortsinne) Katzenpersönlichkeiten um sich rum drängeln hat.
Ihr ahnt gar nicht, wie privilegiert ich mich fühle, dass ich so viel Glück auf 4 Pfoten um mich herum haben darf.
Ätsch.