Samstag, 13. November 2010

Verpackungswahnsinn

Ich bin bestimmt keine Öko-Trine. Echt nicht. Aber manchmal fasse ich mir an den Kopf, wenn ich mal wieder über einen besonders krassen Verpackungs-Blödsinn stolpere. Im letzten Fall war es Back-Camenbert.
8 mickrige Camenbertchen und das war die Verpackung dazu:









Fetter Karton, darin Förmchen aus Hartplastik mit Foliendeckel. Plus 4 Schälchen mit Preiselbeeren, ebenfalls aus Hartplastik.
Die Weltmeere sind mittlerweile voll mit Plastikmüll. Googelt mal nach "Great Pacific Garbage Patch", und das ist nur eine der riesigen Ansammlungen mit Abfall im Meer, es gibt noch viel mehr davon. Dieser Müllteppich hat die Grösse von Mitteleuropa und wächst weiter.
Meine Camenbert-Verpackung werfe ich natürlich nicht in die Nordsee, sondern in den gelben Sack. Aber das hat ja auch wieder einen Haken: es ist irrsinnig viel Energie notwendig, um den Scheiss zu recyeln.

Beim nächsten Back-Camenbert, den ich kaufe, werde ich die Umverpackung aufmachen und reinlinsen. Nochmal kaufe ich so einen Blödsinn nicht. Und auch keine frische Petersilie in Hartplastik-Displays oder ähnlichen Scheiss.
Dabei fällt mir wieder etwas ein, das mich schon immer ärgert. Warum gibt es Wochenmärkte immer nur Vormittags? Da hat doch niemand Zeit! Ich würde viel öfter dort einkaufen, wenn die Märkte am Nachmittag wären.

der-die-das?

Habe ich nun eigentlich einen Blog oder ein Blog? Der, die, das Blog?

Freitag, 12. November 2010

Fiete, unser Versuchstier

Fiete ist einer unserer Drillinge. Seine beiden Geschwister, Klara und Hannes, sind eher zurückhaltend und vorsichtig. Ganz im Gegensatz zu Vollgas-Fiete, der vor nichts Angst hat und der es schafft, in allen Zimmern des Hauses gleichzeitig zu sein.
Dorle, die Drillingsmutter, tauchte eines Tages hochschwanger hier im Garten auf und bekam ihre Babies in einem Anbau an unsere Garagen. Das sollte eigentlich mal eine Hobbywerkstatt werden. Als wir das Haus besichtigten, war ich hell begeistert: "Oh, was für ein tollertollertoller Raum, das wird meine Hobbywerkstatt. Hier werde ich basteln und rumsauen und sägen und hämmern. Ich wollte schon immer eine Hobbywerkstatt haben, oh grosse Freude!!!!"
Dann zogen wir hier ein und es tauchten immer mehr Dorfkatzen auf. Sie wurden natürlich von uns gefüttert und wir fingen an, sie nacheinander mit der Falle einzufangen und kastrieren zu lassen. Dann wurde es Winter und ich war am Heulen, wenn ich die armen Wildlinge durch den Schnee stapfen sah, während die verwöhnten Luxustiere im Haus auf der warmen Ofenbank lümmelten. Ein trockenes Plätzchen für die Wildlinge musste her.
Und das war dann auch das Ende meiner langersehnten Hobbywerkstatt. Die wurde mit Kuschelhöhlen ausgestattet, einem Kratzbaum, Futter- und Wassernäpfen. Und wurde sofort von den Wildlingen in Beschlag genommen und ich darf nur noch rein, um die Futternäpfe aufzufüllen und selbst dann werde ich angefaucht.
Die Türe ist immer offen, sie können rein und raus wie sie wollen.

Zurück zu Super-Fiete. Er kam also in der Werkstatt auf die Welt. Damit Dorle ihre Kinder nicht woanders hinschleppt und sie verwildern, holten wir Mutter mit Kindern ins Haus. Wir wollten sie vermitteln, aber wie das halt so ist, es wollte sie keiner haben. Und eigentlich wollte ich sie auch gar nicht hergeben, also blieben sie hier, alle Vier.
Mittlerweile sind die Babies zwei Jahre alt. Klara ist eine kleine Tussi, die fast den ganzen Tag ihrer Mutter am Rockzipfel hängt und sich den Rest vom Tag putzt. Hannes ist vom dicken Kind zum sehr schlanken Supersportler mutiert. Und Fiete ist unser Versuchstier. Neue Katzenklappe in der Küchentüre? Fiete probiert sie als erster aus. Katzenfalle klemmt und wird repariert, Fiete muss testen, ob sie funktioniert und er findet das auch noch toll. Angst? Kennt er nicht. Er ist Super-Fiete, unsterblich, unverwundbar, der Mittelpunkt der Welt.
Und er ist Surfer-Fiete. Zwar nicht am Strand von Hawaii, aber auf dem Kratzbrett Zuhause. Schaut her:







 Ist er nicht TOLL?

Zirkel-Messis

Wir sind beide nicht gerade die ordentlichsten Menschen unter der Sonne. Als wir in dieses Haus zogen, dachten wir, nun würden wir ordentlich werden, denn für jedes Ding war Platz, im Gegensatz zu unserem vorigen Mini-Reihenhäuslein. Ein Bücherzimmer für Bücher, ein Ankleidezimmer für Klamotten, ein Bastelzimmer für Mann, jeweils ein Büro für beide, ein Vollkeller, 4 Garagen. Dazu im Keller ein Schwimmbad in einem tollen Raum mit Fensterfront zum Garten, aber unnütz wie ein Kropf, weil ohne Wasser. Der Unterhalt des Schwimmbades würde im Monat ungefähr so viel kosten wie Jahreskarten für das öffentliche Hallenbad für die nächsten 500 Jahre.

Wir räumen also auf. Dauernd und im Kreis herum. Wir räumen zum Beispiel eine Garage auf, und sind sehr stolz auf uns.
Dann stellen wir aber fest, dass diese eine Garage jetzt zwar tiptop aufgeräumt ist, die anderen drei Garagen aber dafür noch rumpeliger geworden sind. Denn alles, was aus der gerade aufgeräumten Garage rausgetragen wurde, wurde gleichmässig auf die drei anderen verteilt.
Oder im Haus. Wir räumen das Ankleidezimmer auf. Nach getaner Arbeit sind wir sehr stolz auf uns und freuen uns über unser ordentliches Ankleidezimmer. Leider sieht nun aber der Wäschekeller aus wie eine Kleiderkammer der Caritas.
Wir räumen daraufhin den Wäschekeller auf. Danach sieht das Schwimmbad aus, als hätte Familie Flodder darin Party gefeiert.
Wir räumen deshalb das Schwimmbad auf. Eine Woche später wird mein Mann nölig, weil er gerne die Sauna benutzen würde, darin aber 12 Wäschekörbe, 3 Reserve-Katzenklos, ein gusseiserner Wok und Leergut im Wert von einer Weltreise für 4 Personen steht. First Class.
Wir räumen deshalb die Sauna auf und der Kreislauf geht von vorne los. Es ist ein Elend.


Donnerstag, 11. November 2010

Luzie

Es wird so langsam rundlich, das Winzi. Als wir (genauer gesagt, Linda) sie fanden, wog sie irgendwas um die 900g, war ca. 9 Monate alt. Manche 8 Wochen alten Katzenwelpen wiegen mehr. Mittlerweile bekommt sie ein Ränzlein, das ehemals bindfadendürre Schwänzlein sieht nicht mehr aus, als würde es gleich abbrechen und die Beckenknochen, die wie bei einem Skelett vorstanden, sieht man kaum noch.
Der Zebrasessel ist fest in ihrer Hand, da versteht sie auch keinen Spass. So verträglich sie ansonsten auch ist, auf ihren Sessel darf niemand. 


Der Zarenhof

http://www.derzarenhofinfo.com/

Die Zeugenaussagen, voll gruselig. Die Fotos....fällt mir gar nichts dazu ein.
Der Amts-Vet wie man Leute dieses Berufsstandes eben kennt, ich sage da nichts mehr weiter dazu. Sonst müsste ich das Posting wieder unter "Rant" labeln. 
Aber toll, wie Sonja Zietlow das durchzieht und nicht locker lässt.

Mittwoch, 10. November 2010

Hunde in Kennels aufbewahren

Ich lese das immer öfter: Wenn Herrchen und Frauchen das Haus verlassen, muss Hundi in eine Gitterbox. Und dort hockt Hundi dann, bis Herrchen und Frauchen wieder nach Hause kommen und ihn rauslassen. Es wird Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um Hundi dazu zu bringen, die Aufbewahrungsbox zu mögen.
Aber zur Hölle, WARUM?
Seit wann kam diese saublöde Mode auf und wer, zum Teufel, hat sie erfunden und zu was soll sie gut sein?


Wenn Waldi das Sofa zerrupft, wenn er alleine zu Hause ist, dann muss Waldi eben erzogen werden.
Wenn Fifi in die Ecke scheisst, wenn sie alleine zu Hause ist, dann muss Fifi eben stubenrein gemacht werden.
Wann begreifen Hundehalter endlich, dass solche "Hilfsmittel" kein Ersatz für Erziehung sind?
Es gibt ganz wenige Ausnahmen, in denen man Kennels in der Wohnung wirklich sinnvoll einsetzen kann. Bei kranken Hunden, deren Bewegungsraum man im Sinne der Genesung einschränken muss, zum Beispiel.

Überlegen sich die Leute denn gar nicht, dass man vor allem territoriale Hunde (Schäferhunde, Hovis, Rottis, usw) zur Verzweiflung treibt, in dem man sie in dem Terrain, das zu bewachen ihre angeborene Aufgabe ist,  in einer Box aufbewahrt? Was soll der Scheiss? Früher ging es auch ohne den Käs, aber seit ein paar Jahren kommen wohl immer weniger Hundehalter ohne diese verflixten Wohnungskennels aus.