Mittwoch, 29. Juni 2011

Katzen - Kater

Katzen sind Mädels und Kater sind Jungs. Logisch, bis dahin, gell? :D
Und Einzelkatzenhaltung ist grausam

Was ist nun aber der Unterschied vom durchschnittlichen/typischen Kater zur durchschnittlichen/typischen Katze? (Durchschnittlich/typisch deshalb, weil Ausnahmen gibts hüben wie drüben natürlich zu Hauf)

Aus menschlicher Sicht: Kater sind oft aufdringlicher, bzw. heischen mehr um Aufmerksamkeit als Katzen. "Kater, ich hab gerade keine Zeit, lass mich mal eben in Ruhe" ist viel schwieriger als "Katze, komm später wieder, ich hab zu tun".
Katern muss man eeewig bestätigen, was für tolle Kerlchen sie sind. Ihr Selbstbewusstsein bekommt schnell mal einen Knacks, wenn sie das Gefühl haben, sie könnten in den Augen des Menschen nicht die Allertollsten sein.
Bei Katzen ist die Reaktion übersetzt eher so: "Menno! Gemein! Pft, dann geh ich halt alleine spielen oder such mir jemand anderen zum schmusen.", bei Katern eher so: "Mennoooo! Immer wenn ICH schmusen will, heisst es 'keine Zeit', für ALLE anderen hat sie Zeit, nur für MICH NIE!!!! *räääähbäääääh-flenn-tob-heul*" 
Und dann folgt meistens eine oskarreife Darstellung von "Die Leiden des jungen Katers", frei nach Goethe.
Kater sind Dramaqueens.


Katzen sind da grosszügiger. Die beziehen nicht alles auf sich und fangen nicht sofort an, suizidal zu werden, nur weil man gerade mal was zur Finanzierung des Katzenfutters tun muss und nicht in epischer Breite Oden auf das Katertier singen kann.

Warum ich das hier aber tippsle, hat weniger mit den Menschen zu tun, als mit den Tieren. Da gibts nämlich oft Stress zwischen den Geschlechtern und unterschiedlichen Charakteren, weil die Leute denken, och, eine Katze habe ich schon, dann hole ich noch einen Kater dazu. Und dann machts KAWUMM.

Kater und Katzen haben unterschiedliches Spielverhalten. Kater sind Raufbolde, Grobis, die sich gerne kloppen und catchen. Katzenmädels spielen gerne Fangen, Verstecken und Guggug-ich-seh-dich.

Gehen wir mal mal vom Guggug-Spiel aus.

Katze-Kater: 
Katzenmädel lauert unter dem Sessel, Kater läuft vorbei, Katzenmädel pfötelt nach ihm: Guggug!
Kater freut sich über die Aufforderdung zum Spiel und schiesst mit Karacho unter den Sessel, batscht das Katzenmädel unterm Sessel vor und springt ihr ins Kreuz. Juhu, schlägern!
Katzenmädel zieht beleidgt ab. Kater ist gefrustet.

Katze-Katze:
Katzenmädel-1 lauert unter dem Sessel. Zweites Katzenmädel läuft vorbei und wird angepfötelt: Guggug!
Mädel-2 hopst in die Luft, tut erschreckt und rast los. Mädel-1 rast hinterher, beide denken "juhu, Fangen spielen" und ab gehts in die Steilwandkurve, aka Sofa. Dann rast Mädel-2 unter den Schrank und wartet bis Mädel-1 sie gefunden hat. Und weiter gehts mit Vollgas.

Kater-Kater:
Kater-1 hockt unterm Sessel und lauert. Kater-2 läuft vorbei. Kater-1 langt unterm Sessel vor und brettert die Pranke auf den Hintern von Kater-2.  Der dreht um, schiesst ebenfalls unter den Sessel und beide kullern ineineinder verkeilt durchs Wohnzimmer. Der eine nimmt den anderen in den Schwitzkasten und wirf ihn auf den Rücken, nur um Sekundenbruchteile später vom anderen angesprungen und ebenfalls aufs Kreuz gelegt zu werden. Catchen vom Feinsten, absolut nach Katergeschmack.

Und solche Situationen gibts auch beim Gang aufs Katzenklo.
Katze läuft Richtung Katzenklo. Kater fängt sie unterwegs ab und will raufen. Katze ist angekotzt und haut ab, zurück auf den Kratzbaum. Kurz darauf versucht sie nochmal, unbehelligt zum Katzenklo zu kommen, aber wieder lauert ihr der Kater auf.
Katze ist - im wahrsten Sinne des Wortes - angepisst und macht genau das: sie sucht sich eine Ecke, wo der Kater ihr nicht auflauert und pinkelt eben dorthin.
Klo-Mobbing kommt meistens zwischen Kater und Katze vor. Ein zweiter Kater würde dem ersten einfach einen Dong verabreichen und danach in aller Ruhe das Katzenklo aufsuchen und erledigen, was zu erledigen ist.



Es gibt natürlich auch Katzen, die lieber katerig spielen. Luzie ist so eine. Catchen ist für sie das Allergrösste.
Die schlendert mit *flöt, ich hab nix Fieses vor"-Blick auf Fiete zu, der weiss natürlich, was Sache ist und geht schon mal in Stellung. Kurz vor ihm hopst sie los und landet mit allen Vieren auf Fiete. Dann hält sie ihn mit den Vorderpfoten und tritt ihm die Hinterbeine in den Bauch und beisst ihn in die Backe. Am Schluss hauen sich beide mit den Pfoten auf den Kopf, gucken böse (das gehört unbedingt dazu :D ) und gehen in verschiedene Richtungen davon. Nur, um keine zwei Minuten später wieder freudestrahlend übereinander her zu fallen. Haben sie sich ausgetobt, liegen sie Arschi an Arschi zusammen in der Sonne wie zwei kleine Friedensengelchen. So macht sie das auch mit Franzi und sogar Anton, der mit NIEMANDEM rauft, ausser mit Luzie. Ihr zuliebe.

Hannes dagegen ist eher ein Mädchen beim Spielen. Der will nicht raufen und catchen. Der will rennen und Dinge rumtragen. Vor allem Letzteres. Socken, Handschuhe, Haarspangen, alles was getragen werden kann, findet er super. Oder seine Stoff-Sonnenblume. Die schleppt er jetzt seit zwei Jahren mit sich herum. Es sieht hochgradig schwuppig aus, wenn er mit der Riesenblume im Mäulchen durchs Haus läuft.... aber er liebt es.

Hier, bei 11 Katzen, sind die Unterschiede im Spielverhalten total schnurz. Jeder findet sein Gegenstück, irgendwer hat immer gerade Lust zu catchen oder zu rennen.

Schwierig wird das bei Leuten, die nur zwei Katzen haben. Da sollte bei der Auswahl der Zweitkatze gründlich überlegt werden, was zur Erstkatze passen würde. Es macht keinen Sinn, uuuuuunbedingt ein junges Katerchen zu wollen, wenn die Erstkatze eine gemütliche alte Katzenoma ist, die keinen Bock auf Geprügel hat.
Wenn man zwei Kitten holen möchte, dann bitte kein typisches Katzenmädchen mit einem typischen Kater zusammen. Das geht gut in den ersten Wochen, weil eben beide noch Babies sind. Dann wird es schwierig, weil der typische Katerjüngling sich nicht am Katzenmädel austoben kann, ohne es platt zu machen.

Wenn man einen Rennspiele bevorzugenden Kater hat, dann bitte keinen Raufbold dazu holen. Und andersrum.

Ein Kater-Katze Duo kann super harmonisch sein, wenn das Spielverhalten der beiden zusammen passt. Tut es das nicht, wird es - im Zweifelsfall für das Katzenmädchen - zur Tortour.

Was ich eigentlich sagen möchte: Bitte schaltet das Hirn ein, wenn ihr eine zweite oder dritte Katze dazu holt. Und richtet euch nach den Katzen und nicht danach, dass ihr zu einem Kater soooooo gerne ein Katze haben wollt oder über einen wunderschönen roten katerigen Kater gestolpert seid und schon immer einen roten Kater haben wolltet, aber ein ganz sanftes Katzenmädel zu Hause habt.

Ich kann es nicht mehr hören und lesen, dass aus Dummheit/Egoismus/Unwissenheit zwei Katzen zusammengeschmissen werden, die sich dann das Leben zur Hölle machen. Weil das einfach nicht sein muss. Und man aus einem katerigen Kater niemals ein einen Kater machen kann, der lieber wie ein Mädchen spielt.
Sooooo oft lese ich, dass der böse Kater die arme Katze mobbt und dann wird gefragt, wie man den Kater denn erziehen könnte. GAR NICHT. Er ist wie er ist und das ist vollig ok so. Mensch hat Scheisse gebaut bei der Auswahl der Zweitkatze.

Und noch was. Meist wird dann überlegt, das dominante Tier weg zu geben. Denn es ist ja "das Böse". Oft wäre das Problem viel schöner zu lösen, falls Platz und Finanzen es erlauben, einfach eine dritte oder vierte Katze dazu zu holen, anstatt eine weg zu geben.
Ein Raufbold wird sich viel lieber mit einem zweiten Raufbold beschäftigen, als eine unwillige Friedkatze zu belästigen.  Und nein, es ist auch eher unwahrscheinlich, dass die beiden Raufbolde sich dann gegen die Friedkatz verbünden und sie es doppelt so schwer hat. Die beiden Catcher lasten sich aus und die Friedkatz wird für sie langweilig. Wobei es für Letztere natürlich schön wäre, sie hätte die Gesellschaft eines zweiten Friedenstäubchens.

Deshalb: beobachtet eure Katzen sehr genau. Lernt sie gut kennen. Und stellt eure eigenen Wünsche in den Hintergrund, wenn ihr eine weitere Katze dazu holen wollt. Richtet euch nach der/den vorhandenen Katzen. DIE müssen zusammenleben, ihr seid bei dem ganzen Schlamassel, das ihr mit falscher Auswahl anrichtet, zwar die Genervten, aber nicht die Leidtragenden. ;)

Kommentare:

  1. Du bringst es mal wieder auf den Punkt! :D
    Ich habe dafür die zwei perfekten Beispiele zu hause... Selene & Orome sind Wurfgeschwister, das Verhältnis der beiden besteht aber eher aus Toleranz als aus inniger Liebe. Er würde gern raufen, sie fühlt sich bedrängt und zieht sich knurrend zurück. Er würde sie auch gern mal putzen, Madamme macht das aber lieber selber. Daraus folgt: Kater bekommt meinen Fuss zum raufen (aua...) und meinen Arm zum putzen. Im großen und ganzen herrscht Frieden, aber ich habe schon immer dafür plädiert, wenn mal eine größere Wohnung drin ist, kommt ein Raufgefährte für das Katertier her.
    Man muss noch dazu sagen, dass Orome als Ronja zu uns kam! Wir wollten aus bekannten Gründen eben ein gleichgeschlechtliches Paar, in diesem Fall zwei Zickentussis. Laut Tierarzt der Familie (die unbedingt mal einen Wurf Kitten haben wollte, man kennt das Dilemma ja...) bestand der Wurf nur aus Mädchen. Auch unserer Tierärztin war es beim ersten Termin nicht aufgefallen (sehr fähige Frau, hatte Tierarztwechsel zur Folge). Wir hatten beide schon Katzenerfahrung und fanden, Ronja verhält sich eindeutig nicht wie eine Katzendame. So kam es wenigstens vor der Kastration raus und aus Ronja wurde ein Orome...
    Puh, lange Geschichte!
    Grüßle aus dem Süden

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  2. Passiert gar nicht mal so selten, dass aus Katern Katzen werden oder andersrum :D

    Was du erzählst, hört sich für beide Katzingers ok an. Also auf keinen Fall so, dass einer total die Arschkarte hätte.
    So lange kein (evtl. auch einseitiger) Kriegszustand herrscht, geht das alles. Ist vielleicht nicht ideal, aber gut. :)

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  3. Ja Balli, das denke ich auch. Sie kennen sich ja ihr Leben lang und sind einfach aneinander gewöhnt. Madamme Selene ist eben einfach zu tussig für einen verspielten Raufkater.
    Ich glaube sie haben einen lebenslangen Waffenstillstand vereinbart, der alle paar Tage für 5 Minuten aufgehoben wird. ;)
    Trotzdem hätte ich für ihn gerne einen Kumpel, mit dem er mehr Spaß hätte als mit seiner aroganten Schwester. Aber der erste Schritt dahin ist einer größere Wohnung...Bei Freiburger Mietpreisen nicht so schnell zu realisieren, aber wir arbeiten daran! ;)

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  4. Ich bin unbedingt dafür, daß Du ein Buch schreibst, dieses auch in Gänze online stellst und jeder, j e d e r zukünftige und derzeitige Katzenhalter dieses auswendig lernt.
    Wir hätten bestenfalls nur noch glückliche und verstandene Katzen, die so sein dürfen, wie sie sind.
    Kein frustrierter Mensch, der an seinen Viechern rummäkelt und rumerzieht, nur weil sie nicht in seine Schablone passen.
    Leider ein Wunschtraum.....

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  5. Katharina, ja, die süddeutschen Wohnungspreise sind echt brutal. Freiburg ist halt dazu auch noch schön (auch wenn in Baden :D ).


    Anonym, dankeschön.
    Wenn ein paar Viechern und Katzenhaltern mit dem Blog geholfen ist, hätte das Blöglein seinen Sinn schon erfüllt ;)

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  6. Ich bin für das Buch :))

    Kannst ja das Material aus Deinem Blog sammeln, und dann veröffentlichen.

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  7. Ja, ich kenne das leider. Ich hab hier ein Geschwisterpaar von privat, das mir wie folgt angedreht wurde:
    Katzen (W), 8 Jahre alt, sehr ruhig, wohnungskatzen die alles fressen, gesund, können nicht in Freigang weil Hörprobleme.

    Was hab ich? Vierjährige Katze und Kater(!) die jede Fliege auf 100m hören, die fast 8 Monate gebraucht haben um was anderes als TroFu zu fressen und sich mehr tolerieren als wirklich verstehen.

    Er will spielen, sie faucht und haut ab. Er bedrängt sie nicht und weiß wann Schluss ist, aber es bricht mir das Herz. Und ein weiterer Kater auf Dauer ist grad nicht machbar, da streikt mein Verlobter...
    Ganz ehrlich, Katze und Kater, nie wieder. Ich bin froh das sie sich verstehen und zusammen um Spielmäuse rangeln und ab und an mal kuscheln.

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  8. Hallo Balli!
    Super treffend beschrieben. Und dabei so köstlich formuliert, dass es einem die Hosen auszieht vor lauter Lachen :-)

    Ich wünschte, das würden gaaaaaanz viele Leute lesen. Und nicht nur dies, sondern auch Deine anderen Themen.

    Und auch ich plädiere dafür, dass Du ein Buch über Katzen und deren Haltung etc. schreibst. Mal davon abgesehen, dass es ein Bestseller wird, würde es hoffentlich vielen Menschen mal die Augen öffnen. Wenn ich Dir dabei helfen kann ;-)

    Ich habe noch nicht alle Blogs durch, aber ich freue mich auf jeden einzelnen. Und es gibt bisher keinen, der mich nicht zum schmunzeln gebracht hat, mir auch noch so die eine oder andere Wissenslücke gefüllt hat oder der langweilig war.

    Mach weiter so! :-)

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  9. Anonym, red doch nochmal mit deinem Freund ein ernstes Wörtchen. Es lohnt sich echt. ;)

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  10. Hallo Balli,

    Ich hab mich grade köstlich amüsiert beim Lesen - hier gehts mit 8 Katzen und 1 Hund nicht anders zu! War, als hätte jemand hier heimlich gespickt*g*

    Ich habe den Blog grade erst entdeckt und werde sicher noch weiterlesen.

    Bei 11 Katzen gibts bestimmt auch hier und da mal ein gesundheitliches Problemchen, es gibt da ein klasse Forum: Sorgenfellchen unter http://handicats.forenking.com/index.php
    Man darf auch hin, wenn man keine kranke, chronisch kranke oder gehandicapte Katze hat. Ist viel Info dort und eine schöne Community.

    Vonwegen Auslandskatzen, meine sind z.Zt. 11 Spanier in Spanien, aufgelesen, vom Himmel gefallen, einfach hereinspaziert und geblieben. Eine Truppe unterschiedlichsten Alters, der jüngste ist z.Zt. noch kein Jahr alt, der Älteste z.Zt. irgendwas in die Gegend von 11. Man weiss es ja nie so genau. 7 Kater, 2 Katzen und 1 Hundemädel. Prima Truppe, unterschiedlichste Charaktere, aber jeder findet sein Pendant. Und ja, die Kater sind sofort suizidal, wenn sie meinen, sie hätten ein Aufmerksamkeitsdefizit, 1 ist dabei, der fängt sich dann sofort an aus Kummer irgendwo Haare auszurupfen und er braucht seine abendlliche Nuckel/Pföteleinheit (mit dazugehörigem Nuckeljäckchen, was jetzt im Sommer an Dosimasochimus grennzt - aber was tut man nicht alles!!!)

    In diesem Sinne, der Blog ist klasse, weitermachen*g*

    Gruss

    Patricia

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  11. Hallo Patricia,

    das Forum guck ich mir mal an :)

    Dann geht es dir wohl so wie mir auch, ich denk oft, dass ich es mit 11 Katzen einfacher habe, als viele Leute mit 2 Katzen.

    Gruss an die Handicats :)

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  12. nochmal Wodka 82 :)30. Juni 2011 um 22:13

    "ich denk oft, dass ich es mit 11 Katzen einfacher habe, als viele Leute mit 2 Katzen"

    - das werde ich meinem Mann mitteilen, wir brauchen hier nämlich noch viiieeel mehr Tiger!!! :)

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  13. Was allerdings _nicht_ leichter wird mit vielen Katzen, ist die Katzenstreuschlepperei :D

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  14. Patricia, falls du nochmal reinguckst: registrieren in eurem Forum geht nicht, die Software behauptet Folgendes: "Verdacht auf Spamangriff!"

    Huch :D

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  15. Lustig, ich kenne das genau andersrum. Die Katze ist tussig und der Kater lässt einem seinen Dickkopf, solange man ihm seinen genau so lässt.

    Zum Verhältnis Kater/ Katze kann ich nur zustimmen, allerdings haben wir ein Katzentier, dass nur mit Brüdern aufgewachsen ist, von daher ein gemischtes Spielverhalten zeigt und nen eher ruhigen Kater, den ihre Angriffe auch mal nerven. Klappt trotzdem, da die Katze den Kater üüüüber alles liebt. :D.

    Übrigens: ich plädiere auch für das Buch. Und für die Pflicht, dass zu lesen und nen Test drüber bestehen zu müssen BEVOR man sich katzen anschafft!!

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  16. Meine Luzie könnte man auch mit nur Katern zusammenpacken, das kleine Kampfschweinchen :D
    Lotte wird auch gerne mal ruppig, wenn ihr gerade danach ist.
    Klärchen fängt sofort an zu heulen, wenn ein Kater grob zu ihr wird.
    Die älteren Damen können zwar supergut Backpfeiffen verteilen und tun das auch mit grossem Selbstbewusstsein, wenn sie es für nötig halten, aber so zum Spass raufen, das ist nicht ihrs.

    Den Verleger möchte ich sehen, der mein Geschreibsel für druckreif hält, mit den ganzen Kraftausdrücken darin :D

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  17. Naja, solange irgendeiner das Geschreibsel in der Bild für druckreif hält, wirds auch Leute geben, die ihren gesunden Menschenverstand einschalten und "Balli live" drucken.
    Du hast nämlich im Gegensatz zur Bild noch recht und nen besseren Schreibstil ^^.

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  18. Schreibstil habe ich eigentlich gar keinen, ich schreib das alles runter, wie mir das Maul gewachsen ist ;)
    Mir reicht mein Blögchen, da kann ich schreiben wie und was mir gerade so ins Hirn schiesst :D

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  19. Hab dich und deinen Blog gerade erst entdeckt - und habe mich gleich festgelesen! ;-) Ich mag deinen Stil, vielleicht auch wegen der Kraftausdrücke... *GG*

    LG Christina

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  20. Meine Babbelgosch ist mit Sicherheit nix für Zimperliesen. Aber für die gibts ja auch genug anderen Lesestoff im Word Wide Internetz, gell? :D

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  21. Die Babbelgosch hat es gut zusammengefasst :-)

    LG
    Claudia

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  22. Ich habe zwar ein Männel-Weibel-Duo (Geschwister, anderthalb Jahre), aber zum Glück ist die Katze eher so der Typ "auf ihn mit Gebrüll" obwohl sie die deutlich kleinere ist. Es ist richtig lustig anzusehen, wenn sie sich mit allen vieren auf ihren Bruder stürzt.

    Bei der Beschreibung des Katers musste ich lachen. Ich nenne meinen den kleinen "Beschwerdeführer", weil er sich gerne mal lauthals beschwert, Dramaqueen ja ;-)

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  23. _Wenn_ es klappt, sind Katze-Kater Duos super :)

    Das tut es halt leider oft nicht.

    Lotti und Luzie sind wie dein Mädel, die lassen sich über-haupt-nix gefallen. :D

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  24. Hallo Balli,

    Deine Blogs sind einfach köstlich.
    Habe mir grade zum gefühlt 50. Mal die Unterschiede Kater - Katze beim Guggugg-Spiel reingezogen!

    Weiter so, bitte bitte!

    Viele Grüße

    Ulf

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  25. Hallo Balli,

    erstmal DANKE für Deinen Blog! Ich bin sehr froh, dass ich ihn gefunden habe, habe zusätzlich zur Information einen Riesenspaß an Deiner Schreibe und mittlerweile ist Dein Blog auch Gesprächsthema im Verwandten- und Freundeskreis, habe das mal in die Gänge gebracht! ;-)

    Leider habe ich auch ein kleines Prob, das in dieses Richtung geht, mein 9-jähriger Jack und die knapp 3-jährige Polly. Jack wohnt von klein auf bei mir und meinen Eltern (wie wechselten über die Jahre immer mal, er fühlt sich bei mir und auch bei ihnen sehr zu Hause).

    Seit Jahren habe ich mit dem Gedanken gespielt, dass er einen Spielgefährten braucht und im September habe ich es endlich getan, Polly ist jetzt seit 3 Monaten bei uns. Sie kam zwar aus einer Zucht (BLH), aber sie musste aus der Runde raus, weil sie dort immer nur gemobbt wurde, im Sommer wurden ihr sogar die Babys von einer scheinschwangeren anderen Katze weg genommen... und sie war ziemlich dünn, ich vermute, dass sie sich immer nur das allernötigste geholt hat und dann wieder verzogen hat, um nicht auf Konfrontation mit den anderen gehen zu müssen... Armes Ding.
    Es hat viele Wochen gedauert, bevor sie überhaupt aus "ihrem Zimmer" (hatte vorher Deinen Zusammenführungsbeitrag gelesen und alles genau so gemacht) raus kam, ich glaube es waren 6 oder 7. Zwischendurch durfte Jack unter Aufsicht auch in "ihr Zimmer", aber seit sie nicht mehr hinter dem Karton in der Ecke hockte, hat Jack es schon öfter geschafft, auf sie los zu gehen, aber es wurde besser.

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  26. Das komische ist, dass die beiden heute teilweise auch aneinander schnuppern und nebeneinader sitzen, dann aber jeder seiner Wege geht. Spielen tun sie gar nicht miteinander und kuscheln auch nicht.
    Beim Essen gibt es komischerweise gar keine Probleme, vielleicht liegt es daran, dass Jack ganz konsequent IMMER als Erster das Futter und auch Leckerlies bekommt.
    Bei Streicheleinheiten wird es dann kompliziert: Jack war nie so der Kuschelkater. Er hatte immer Phasen, mal kam er halt abends mit auf die Couch oder ins Bett (für ca. 2-3 Wochen), dann wieder monatelang nicht. Der "Phasenknilch", der! ;D
    Polly ist, seit sie "aufgetaut" ist, sehr anhänglich. Die würde am liebsten immer mit mir auf der Couch liegen und fordert das auch ein, indem sie einfach rauf springt. Sie kommt auch morgens ins Bett gesprungen, wenn sie meinen Wecker hört, das würde Jack nicht machen. Sie sucht also sehr meine Nähe, er ist zwar auch meistens mit im selben Zimmer, aber ihm reicht es auch, auf dem Boden oder der anderen Couch zu liegen.

    Spielen kann ich nur mit jeweils Einem, und da Jack relativ faul ist, läuft letztlich meistens Polly z.B. hinter dem Laserpointer her, das kann Jack dann gar nicht haben und rennt ihr nach und scheucht sie mit `nem Hieb (zum Glück gab`s noch nie Blut) unter die Couch oder ins andere Zimmer. Er sieht dabei auch immer recht angriffslustig aus... :-(
    Polly "kuscht" dann, bleibt ein paar Minuten unter der Couch sitzen, springt dann aber auch wieder zu mir rauf auf die Couch und geht auch in Jacks Nähe. Solange nicht spielen angesagt ist, leben sie halt nebeneinander her...

    Seit ein paar Tagen gebe ich Jack die Glubolis, die Polly in den ersten Wochen auch bekommen hat, gegen Angstzustände (wir haben hier eine Apo, die sich gut in homöopath. Bereich auch für Tiere auskennt). Ich hoffe, dass das die Situation entschärft und er versteht, dass Polly ihm nicht gefährlich wird in Bezug auf mich... Ich versuche ihm wirklich immer zu zeigen, dass er die Nr. 1 ist, aber durch Pollys Verhalten, die jetzt wahrscheinlich erstmals überhaupt Streicheleinheiten bekommt, die das Mindestmaß übersteigen, ist die Situation ziemlich unentspannt. Und ich würde mir doch so wünschen, dass die beiden wirkliche Freunde werden!

    Kurze Info noch: die Züchterin, wo Polly her kommt, sagte, dass sie sie so einschätzt, dass sie sich sehr gut neuen Situationen anpassen können wird und das mit meinem ruhigen Persermix-Keller-Kater (aus der Katzenhilfe) gut funktionieren wird...

    Hast Du noch einen Tipp für mich? Kann ich ir-gend-was tun??

    Würde mich sehr über eine Antwort von Dir freuen! :D

    Viele Grüße
    von der
    Yvonne

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  27. Am besten einen zweiten Kater anschaffen ;)
    Jack würde sich auf das Katerchen konzentrieren und Polly hätte eher ihre Ruhe.

    Ist Polly kastriert? Ja, oder?
    Katzen, die schon Junge hatten, sind oft schwierig mit Katern. Ich hätte an deiner Stelle ein zweites Katerchen dazu geholt, damit wäre Jack besser bedient gewesen als mit einer zickigen Tussi ;)

    Wie gesagt, entweder ein zweites Katerchen für Jack oder es weiterhin mit Unterstützung von Zylkene versuchen.
    Nicht in die Rangordnung eingreifen, so lange keiner von beiden dem anderen gegenüber sehr übergriffig wird.
    Beide viel zusammen beschäftigen, und überhaupt beide viel beschäftigen. Auch interessantes Spielzeug anbieten, wenn du nicht da bist, mit dem sie sich alleine beschäftigen können, Kugelbahn, Fummelbrett, und so weiter.
    Spiel, Spass, Spannung ist für Katzen so wichtig wie für Kinder.
    Je abwechslungsreicher, um so besser.

    Langeweile macht knatschige Katzen, deshalb Langeweile so gut es geht vermeiden.

    Im Endeffekt ist es halt so, dass Jack ein völlig normales Katerchen ist, die werden halt mal grob. Mit einem zweiten Kater würde das gehen, die könnten sich dann mit wachsender Begeisterung ihre Grobheiten verpassen und miteinander umgehen, wie Kater das so tun.
    Ob er es schafft, sich auf eine pienzige Tussikatz einzustellen.... tja, abwarten.

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  28. Also als sooooo tussig empfinde ich mein Mädchen auf den ersten Blick gar nicht... ;-)
    Ich habe schon den Eindruck, dass sie gerne mit dem Kater spielen würde. Sie hat aber so viel Respekt vor ihm, dass ein böser Blick manchmal reicht, um sie umdrehen zu lassen, dann macht sie halt alleine was. Wenn sie anfängt, zu spielen und in seiner Nähe ist, meint er, dass er eingreifen muss und ab geht die einseitige Jagd...

    Sie wurde kastriert bevor sie zu mir übersiedelte und Jack, als er klein war.

    Was meinst Du denn, wann ich davon ausgehen kann, dass sich vermutlich keine großen Änderungen (was ich trotzdem nicht hoffen will), mehr einstellen? Sie ist jetzt 3 Monate da, und "so richtig da" seit 6 oder 7 Wochen.
    Hast Du Erfahrungen mit diesem "Feliway"?
    Ich werde die Globulis weiter geben, das ist aber nicht dieses Zylkene. Danach werde ich aber in der Apotheke auf jeden Fall mal fragen.

    Beschäftigung haben die beiden übrigens von fast dem ganzen "Catit"-System, wobei das aller-aller-allerinteressanteste natürlich dieser Futtertrichter mit den Ebenen und Löchern ist, den hat Jack völlig in Beschlag genommen. ALLES SEINS! ;D

    Übrigens habe ich heute das Zooplus-Paket zu Hause, in dem der PIEPVOGEL sich befindet! Den bekommen die 2 zu Weihnachten! :D

    Ansonsten wäre ein weiteres Katerchen eine Option... Aber vorher möchte ich ihnen die Chance geben, dass es vielleicht doch noch klappt.
    Aber danke schon mal für Deine Meinung! :-)

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  29. Das hört sich alles komplett nach dem typischen Kater-Katze-Problem an ;)

    Und nach drei Monaten wird sich da auch erstmal nicht mehr viel ändern. Wenn sie älter werden, dann ja. Wäre aber sowohl für Katze, als auch für Kater unschön, die Situation so lange so ungemütlich zu belassen.

    Feliway.... schadet nix, bringt aber auch nix :D

    Zylkene ist kein Medikament in dem Sinne. Es läuft unter "Nahrungsergänzungsmittel". Google mal danach, dann kann ich mir lange Erklärungen sparen.

    Weihnachten mit dem Piepvogel statt Weihnachtsmusik, wie schön :D
    Du wirst das Teilchen schnell sehr lieben.

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  30. Hallo liebe Balli,

    ich wollte Dich mal auf dem Laufenden halten und habe dann auch noch eine Frage.
    Seit Weihnachten bekommen alle Beide bei mir das Zylkene, aber was bemerken tu ich bisher leider nicht. 1-2 Monate stand irgendwo, sollte man dem Zeug Zeit geben... Ich bin gespannt. Ansonsten alles beim Alten. Wenn Polly beim Spielen zu viel Aufmerksamkeit bekommt (Jacks Meinung nach), dann lässt er den Terroristen raus.

    Den Piepvogel mögen die Beiden übrigens gar nicht, finden sie total unspannend, schaaadeee... ;D

    Naja, und wegen des "bösen Jack" wollte ich Dich fragen, ob ich mittlerweile die 3-Punkte-Regel bei ihm anwenden darf. Wenn er schon wieder mit seinem angriffslustigem Blick auf der Lauer liegt... Oder vermittel` ich ihm damit, dass ich Polly lieber habe als ihn?

    Danke und viele Grüße in den Norden von

    Yvonne

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  31. Hallo Yvonne, vielen Dank für die Rückmeldung :)

    Sei froh, dass sie den Piepvogel nicht mögen, der ist soooooooo nervtötend :D

    Zylkene würde ich weiter geben.
    Problem ist und bleibt halt, dass er eigentlich nichts Falsches macht. Er ist ein Kater und er benimmt sich wie ein Kater. Das heisst, ihn dem Mädel gegenüber einerseits auszubremsen, ohne, dass er andererseits einen zweiten Kater zum spielen hat, bringt es nicht wirklich.
    Man kann einem Kater halt nicht das Kater-sein abgewöhnen.
    Wenn man ihn nun für ganz normales Kater-Verhalten sanktionieren würde, wäre einzig und alleine Frust seinerseits die Folge. Und dieser Frust wird sich in irgendeiner Art und Weise entladen, entweder wird er unsauber oder noch grober zum Mädel oder er zieht sich deprimiert zurück, oder, oder, oder.....

    Denk doch nochmal über ein zweites Katerchen (sollte ungefähr im gleichen Alter sein wie Jack, sonst hast du ein Generationenproblem, das noch mehr Ärger bringt) nach ;)

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  32. Okay, ich glaube, ich habe es verstanden... So klar vor Augen hatte ich es bisher nicht. Über einen Kater-Kumpel denke ich tatsächlich nach, aber von einer Katze auf direkt drei in so kurzer Zeit... Aber es ist definitiv eine Option und wird bei Versagen des Zylkene mehr als nur "in Erwägung" gezogen. Will ja das Beste für meine beiden Schatzis. :D

    Ich danke Dir!

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  33. Gerne :)

    Bei der Auswahl eines zweiten Katers solltest du halt darauf achten, dass es wirklich gut passt. Temperament und Alter sollten ähnlich sein. Und der zweite Kater sollte gut sozialisiert sein.

    In den allermeisten Fällen ist das dann so, dass die Katers miteinander toben und auf Katerart auch mal raufen, sich miteinander austoben und das Mädel nicht mehr als Sparringspartner herhalten muss ;)

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  34. Na wenn Du mir dann danach nicht erzählst, dass ich noch `ne vierte brauche, damit mein Polly-Mädchen auch GANZ glücklich wird! ;-)
    Meinst Du, sie kommt dann mit mir als Kuschelpartner aus? Dann hätte ich eine Couch-Katze und zwei Raufekater! :-)

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  35. Wenn der Kater einen Kumpel zum Austoben kann, wird er ihr gegenüber gelassener sein.
    Innerartliche Sozialkontakte sind für die Psyche extrem wichtig. Die hat sie, auch, wenn sie nicht mit anderen Katzen kuschelt und grundsätzlich ein gleichgeschlechtliches Tier immer noch die bessere Wahl gewesen wäre, als du nach einer Zweitkatze gesucht hast ;)

    Sie muss nicht mit anderen Katzen kuscheln, das tun viele Katzen nicht.
    Wenn du mit der Auswahl des zweiten Katers aufpasst und alles gaaaanz gelassen und langsam angehen lässt bei der Zusammenführung, dann wird das schon passen und alle drei glücklich werden ;)

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  36. Hallo,

    da ich deinen Blog sehr gern lese, nutze ich die Gelegenheit um hier zu posten und auch um Rat zu bitten bezüglich einer Zusammenführung von 2 Katern.

    Meine FReundin und ich haben uns vor ca. 3 Monaten aus dem Tierheim unseren Dante abgeholt. Geschätztes Alter 2003. Keine Aussagen vom Tierheim damals, weil er gerade mal den ersten Tag da war (Fundkatze) und sehr verängstigt bei den anderen Katzen in der Ecke kauerte.

    Dante hat sich gut eingelebt, ist etwas schüchtern, aber nach etwas Zeit kam er ins Bett und schmust gern, wenn er es will.

    Damit er nicht allein ist, holten wir wir vor fast 3 Wochen NEro zu uns. Alter 2005, er wurde von seiner Besitzering abgegeben. Ist unsauber geworden nachdem die Besitzerin schwanger wurde. Wohl schon das 2. mal. Er lebte dort mit einer anderen Katze zusammen.

    Wir hatten alles vorbereit. Schlafzimmer sollte dem neuen gehören zum eingewöhnen und wir wollten im Wohnzimmer schlafen damit unser alteingessener sich nicht wundert, warum er nicht mehr ins SChlafzimmer kam. so das war der Plan.

    Nun zur PRaxis, nach 2 Stunden Katzenmiau vom neuen, sind wir rein. Doch dieser KAter war anderes als unser Dante. Von anfang an sofort auf uns zu und wollte immer aus dem Zimmer raus. ICh also ins Wohnzimmer. Die Tür zum SChlafzimmer nur einen Spalt auf und die beiden schnuppern lassen. Dante war es noch geheuer kurz geschnüffelt und zog sich zurück. Da der neue NEro immer mehr qäungelte liessen wir ihn raus. Er erkundete die Wohnung, Dante knurrte etwas und zog sich zurück. NEro weiter am erkunden. Die Nacht verlief ruhig bis auf etwas fauchen, Dante war abends auf ERkundungstour.

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  37. Teil 2

    Da Nero sehr dominant ist, im Vergleich zu Dante, übernahm nun Nero öfters Dante Lieblingsplätze im Laufe der Zeit. In der ersten Woche hatten wir gemeinsam Urlaub. Reiberein gabs nur selten am. Vielleicht 1-2 mal Tag oder in der Nacht. Beim Gerangel fliegen nur Fellfetzen. Blöderweise nur vom Dante, der klar den kürzeren zeiht. Er zog sich auch mehr zurück. Mittlerweile nach ca. 3 Wochen liegt er meist auf meinem Computerstuhl ode runter dem Computertisch.

    Was nicht gut ist, dass NEro Dante auf das Klo folgt und immer um die Ecke guckt. Dann fängt Dante an zu fauchen und geht meist später in defensichaltung. Ohren angelegt, auf dem Rücken oder Seite unterwürfig liegen. Wenn wir NEro dabei erwischen wie er Dante auf die Toilette folgen will, unterbinden wir dies. Da unsere Wohnung überschaubar ist, kriegt Nero es häufig mit, wenn Dante die Toilette benutze, bzw eine unserer 3.

    Dante kommt auch seit dem 2. Tag des Einzuges von NEro nicht mehr ins BEtt. WEnn er mal die Wohnung etwas erkundet, dann nur geduckt mit eingezogenem Schwanz. Er frisst auch nicht mehr an seinem alten Platz sondern meist unterm Esstisch oder Computertisch, da er sich da sicherer fühlt und im Notfall flüchten kann.

    Beim fressen halten wir es seit ein paar Tagen, so , dass Nero im sChlafzimmer isst mit geschlossener Tür, so dass sich Dante sicherer fühlt. Nero klaut ihm nicht das Futter, aber es reicht wenn er vorbei geht. dann Kurrt und faucht Dante. Das macht NEro natürlich neugierig und er guckt dann auch mal hin, nicht immer wohlgemerkt. Jetzt hat jeder Zeit sich sich 30 Min zu essen , was wie ich meine entspannter ist.

    Vor 2 Tagen in der NAcht gabs mal wieder Gefauche und Fell, Dante auf dem Tisch, von Nero beim Stöbern anscheinend erwischt, viel gefauche, dann untern den Tisch und da flog etwas Fell. Am Ende blieb Nero eine WWEile vor Dante stehen und dann Miaute er, keine Ahnung was das bedeutet, und trab dann wie immer stolzierend , langsam demonstrativ wieder ab.

    Heute nach Arbeit als ich wie Morgens Dantes "Puscherchen" und Häufchen in der Toilette vermisste, fiel auf dass, dass etwas Nässe und 2 mal Häufchen lagen. Also traute er sich ncht mal auf die Toilette.

    Ich bin langsam ratlos und weiss , dass es länger dauern kann bei einer Zusammenführung. Leider denke ich, dass unser alter Kater unter der aktuellen Situation leidet und das tut mir bissl weh.

    Vielleicht hast du ihr ja Tips.

    Gruß Rene

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  38. Hallo Rene,

    wichtig ist, ganz besonders in der Phase, dass sie immer schön satt sind. Satte Katzen = peacige Katzen. Lsss sie fressen, soviel sie mögen. 4 mal am Tag.

    Seit wann ist Nero denn kastriert? Weisst du das? Es dauert danach immer noch ewas, bis sich die hormonelle Situation ändert.

    Ganz wichtig sind auch solche Dinge wie die Spielschiene und anderes Aktiv-Spielzeug, mit dem sie sich auch in deiner Abwesenheit beschäftigen können. Und du solltest auch viel mit ihnen spielen, mit der Spielangel und so weiter, sie gut auspowern.

    Klo-Mobbing, da musst du sehr dahinter her sein und das sofort und deutlich unterbinden. Lies dir mal das Posting mit der 3-Punkte-Regel durch.
    Auch wenn Nero anfängt Dante zu bedrohen, geh nach dieser Regel vor.

    Ich würde sie an deiner Stelle beim Futtern nicht trennen, sondern sie zusammen füttern und mich zwischen die beiden setzen und dafür sorgen, dass jeder an seinem Napf bleibt.

    Ansonsten: Geduuuuuld! Das dauert einfach, bis die sich zusammenraufen.

    Der Anfang der Zusammenführung war nix, da habt ihr Scheisse gebaut. Das müsst ihr nun halt wieder ausbügeln und das dauert nun mal. ;)

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  39. Ich habe mich beim Lesen genau an meine beiden erinnert gefühlt.
    Ich wollte mir letzten Sommer 2 Katzen aus dem Tierheim holen. Da das meine erste Erfahrung mit mehr als einer Katze werden sollte, war mir wichtig, zwei zu bekommen, die sich schon kennen und gut miteinander auskommen. Ob Kater oder Katzen war mir da egal. Das habe ich im Tierheim auch so gesagt. Bekommen habe ich Lenny und Maja (beide ca. 1,5 Jahre alt).
    So wie ich hier gelesen habe, ist Lenny ein typischer Kater und Maja ein recht scheues Mädchen - es klappt überhaupt nicht. Seit einigen Wochen ist Maja jetzt sogar unsauber, weil sie immer wieder von Lenny terrorisiert wird.

    Ich bin schon ziemlich sauer, dass mir im Tierheim niemand gesagt hat, dass das eine extrem problematische Konstellation ist. Im Gegenteil, die haben gesagt, die beiden würden überhaupt nur zusammen vermittelt, weil die sich so toll verstehen. Na davon merke ich nichts.

    Ich bin jetzt dabei, alles mögliche auszuprobieren, um die Situation etwas zu entspannen. Eine dritte Katze ist leider aus Platz-, Kosten- und Zeitgründen absolut nicht möglich.

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  40. Da bist du leider nicht alleine, es wird sehr oft dazu geraten, ein Pärchen zusammen zu halten. Klappt zwar selten, aber die Leute lernen es nicht. Also die, die schon seit zig Jahren mit Katzen arbeiten, Vereine und Züchter und Tierärzte. Ich kann nicht kapieren, warum denen nicht irgendwann auffällt, dass das keine gute Idee ist.

    Tja. Da kannst du nun ausprobieren was du willst, im Endeffekt ist es so, dass du einem Kater nicht abtrainieren kannst, sich wie ein Kater zu verhalten. Denn dein Kater verhält sich völlig normal ;)
    Ausser einem zweiten Kater dazu holen, wirst du nicht viel tun können. Deine beiden sind noch so jung, das dauert Jaaahre, bis der Kater mal weniger Lust auf ruppelige Katerspiele haben wird.

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    1. Ein zweiter Kater ist zur Zeit leider absolut keine Option. Mehr als 2 Katzen sind aus Geld-, Zeit- und Platzgründen nicht drin. Und da ich mittlerweile an beide mein Herz gehängt habe, bringe ich es jetzt auch nicht fertig, einen von beiden wegzugeben. Das heißt es bleibt mir nur die Hoffnung, dass ich irgendwie eine Möglichkeit für ein einigermaßen erträgliches Zusammenleben finde. Immerhin gibt es auch immer wieder Zeiten, wo beide ganz friedlich miteinander umgehen.

      Schlimmstenfalls muss ich die beiden wenn ich außer Haus bin, trennen in verschiedenen Zimmern und sie nur zusammen lassen, wenn ich dabei bin, um nötigenfalls einzuschreiten.

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  41. Probiers mit Zylkene. Eventuell bringt das etwas.

    Das mit dem tagsüber in getrennte Zimmer sperren würde ich schnell wieder vergessen. Man kann Katzen nicht wie Hamster halten. Die brauchen Platz und brauchen Bewegung. Wenn du das machst, dann bist du ober-ober-ober egoistisch und das hat dann auch NIX mehr mit Tierliebe zu tun.
    Man kann das machen, wenn eine krank ist oder bei einer Zusammenführung, für kurze Zeit halt. Aber auf keinen Fall als Dauerzustand.

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  42. Ok, heute ist die Situation so weit eskaliert, dass ich nicht mehr darum herumkomme, einzusehen, dass das mit den beiden nichts wird. Maja traut sich kaum mehr zu fressen, aufs Klo zu gehen oder zu spielen, wenn auch nur die Möglichkeit besteht, dass Lenny plötzlich reinkommt. Sie flieht sofort, sowie er sich auch nur in ihre Richtung wendet.
    Ich kann einfach nicht mehr mit ansehen, wie sehr Maja unter der Situation leidet.

    Das mit dem in verschiedene Zimmer sperren hat übrigens nichts mit Egoismus zu tun, sondern nur damit, dass ich Maja wenigstens gelegentlich mal ein paar Stunden Verschnaufpause verschaffen wollte. Aber mir ist inzwischen klar geworden, dass das nicht reicht. Ich kann nicht jede Minute daneben stehen, um den nächsten Konflikt zu entschärfen.

    Ich habe mich jetzt entschlossen, die beiden endgültig zu trennen. Ich werde für einen eine schöne Stelle suchen mit einer eher dazu passenden Partnerkatze und mir dann für den anderen auch einen passenderen Partner dazu nehmen.

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  43. Ich hätts ja eher mit einem zweiten Kater versucht.

    Wenn du weitervermittelst, achte darauf, dass nicht wieder die gleiche Konstellation entsteht im neuen Zuhause.
    Viel Glück für deine beiden Mäuse.

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