Dienstag, 16. August 2011

Rassekatzenkonsumenten vs Tierliebe

Es leben in Deutschland ca. 40.000 Katzen in Tierheimen. Nur in Tierheimen, die vielen Streuner, Wildlinge und Ausgesetzten, die draussen umrennen, sind da gar nicht mitgezählt.
Würde man den Auslandstierschutz, bzw. die Katzen aus Rest-Europa mitzählen, die in Perreras und Tierheimen ausserhalb Deutschlands vor sich hin leben und leiden, würde sich die Zahl bestimmt verdoppeln. Mindestens.

So. Nun ist da jemand, der will eine Katze, bwz. (hoffentlich) zwei Katzen oder eine zweite zu einer schon vorhandenen dazu.
Was ist die Motivation, Katzen zu halten? Tierliebe, wird jeder antworten.
Und jetzt kommts: Das glaube ich nur denen, die sich eine Katze aus dem Tierschutz holen.
Frechheit? Nein. Überzeugung. Weil es gar nicht anders sein KANN. 

Die, die zum Züchter gehen, die eiskalt ignorieren, dass schon ca. 80.000 Katzen in Deutschland und im Auslandstierschutz leben und die nicht einem dieser schon vorhandenen Tiere ein Zuhause geben möchten, sondern sich eine extra für ihre Wünsche passend produzierte Katze anschaffen, das sind Konsumenten.
Konsumdenken entscheidet, nicht Tierliebe.

Kein Mensch, der ein Herz hat, kann dieses massenhafte Elend ignorieren. Und es kann mir keiner erzählen, dass er bei der irrsinnig grossen Auswahl an Tierschutzkatzen kein Tier finden würde, das er liebhaben könnte. Wenn er denn überhaupt in der Lage wäre, Liebe für ein Tier zu empfinden und nicht nur und ausschliesslich seinen Konsumgedanken lieben würde. 

Was dieser Mensch faktisch tut, ist Folgendes:
Er möchte keiner Katze in Not ein Zuhause bieten. Es ist ihm egal, dass zig Tausend Katzen dringend ein Zuhause bräuchten. Er möchte seine Wünsche befriedigen, seine Ansprüche erfüllen, er möchte konsumieren.
Sollen se halt verrecken, die Verreckerlinge. Soll sich doch wer anders drum kümmern. Und wenn sich keiner findet, tja, Pech für die Katz.

Dann gibts noch die, die sagen: ich hatte schon Tierschutzkatzen. Ich habe mein Soll erfüllt. Jetzt sind meine Wünsche dran, jetzt will ich, was mir gefällt, was meinen Idealvorstellungen entspricht, jetzt habe ich das Recht, zu konsumieren.
Das sind dann die, für die Tierschutz nur einen Zweck hat: tu mal eben was Gutes und sprich für den Rest deines Lebens darüber. Gerne auch in epischer Breite, bis es dem gelangweilten Publikum zu den Ohren rausquillt.

Oder die Blauaugen-Sammler. Die gibts sehr oft. Die haben eine blauäugige Birma, eine blauäugige Siam, eine blauäugige Maine Coon. Alles, was nicht vorzugsweise cremefarben und blauäugig ist, ist eigentlich keine Katze, sondern Restmüll.

Dann gibts noch die, die zwei, drei, vier Hauskatzen, selbstverständlich Rassekatzen (!) haben, und dazu noch fürs Gewissen und zum drüber reden eine Tierschutzkatze als Freigänger halten. Die darf dann durchs Kellerfenster raus und rein, hat eine Kuschelhöhle auf einem Kellerregal und bekommt Trockenfutter hingestellt, weil sie sich ja eh selber Mäuse fängt. Während die ECHTEN Katzen, also die Rassetiere, die auf dem Sofa logieren und selbstverständlich nur mit dem Teurersten, was der Zoohandel zu bieten hat, gefüttert werden.


All diese Leute sagen, sie sind tierlieb (einself!) und lieben ihre Katzen (einself!). Klar tun sie das. Weil ihre Katzen ganz genau ihren Wünschen entsprechen, nach ihren Wünschen produziert wurden. Sie lieben nicht Katzen oder Tiere im Allgemeinen, sondern sie lieben die Erfüllung ihres Konsumdenkens, in Form einer eigens für sie produzierten Katze.
Tierschutzkatzen? Restmüll.

Tierschutzkatzen werden von diesen Leuten auch gerne und oft als "Wundertüten" bezeichnet. Denn man weiss ja nie, was drin ist, es gibt keine Ahnentafel zum an die Wand tackern und ausserdem werden sie ständig krank und kriegen Flöhe oder einen schlechten Charakter.

An dieser Stelle möchte ich mal beiläufig betonen*, dass ich seit einem Jahr mit genau einer Katze zum Tierarzt musste, mit Luzie. Als die sich im Garten von Linda finden liess.
(* ich liebe Oxymorone und Paradoxone )

Nee, nee. Diese Leute können mir viel erzählen. Ich bleibe dabei: wer Tiere liebt, hat das Bedürfnis, denen in Not zu helfen. Wer ein Herz hat, sieht nicht über das zig-tausendfache Elend hinweg, sondern nimmt, wenn er kann, eine Katze auf, die es schon gibt, und die nicht auf seine Wünsche zugeschnitten extra produziert wurde.

Die Rassekatzen selber, die sind in meinen Augen Katzen wie alle anderen. Die können nix dafür, ungeachtet dessen, dass schon viel zu viele Katzen auf ein Zuhause warten, produziert worden zu sein. Die Rassekatzen-Fetischisten, die alles Elend ignorieren und ihr Konsumdenken für Tierliebe halten, die sind das Übel.


Was mir auch immer wieder auffällt.... :D
Es ist fast immer der gleiche Typ Mensch, der auf Rassekatzen schwört. Nein, das ist falsch, ich präzsiere: dieser Typ Mensch wohnt fast immer in einer bestimmten Art Wohnung: Neckermann-Sofa, vorzugsweise in terracotta-farbe, Buche-Furnier Stollenschrankwand, an den Wänden hängen Bilder von Rosina Wachtmeister oder ähnlich geartete "Kunstwerke" aus der Deko-Abteilung des örtlichen Obi Baumarktes, gerne auch grossformatig-dreiteilig und Hauptsache zur (vorzugsweise grellen) Wandfarbe passend.

Schämt euch was, ihr Katzenkonsumenten. Wenn ihr etwas Geschmack in eure Buden bringen wollt, dann kauft euch am nächsten Kiosk eine "Schöner Wohnen", aber denkt nicht, dass eine Rassekatze als Deko irgendwas raus reisst oder wenigstens einen Hauch Geschmack in die Gruselbude bringt. 

Was ich eigentlich sagen wollte..... tierlieb ist, wer Empathie für Tiere und ihre Nöte und ihre Leiden empfindet und das massenhafte Elend nicht ignoriert, sondern hilft, wenn er die Möglichkeit dazu hat.
Spenden sind toll und wichtig, aber eine Spende ersetzt keine Zuwendung, keine Liebe.

Wahrscheinlich labere ich hier aber eh nur vor mich hin, denn ihr, die ihr eh nix wahrnehmt von dem, was ihr nicht wahrnehmen wollt, werdet es nie begreifen. Weil euch einfach eine Voraussetzung dafür fehlt, ihr habt kein Mitleid, keine Herzenswärme, kein Gewissen.

Viel Spass beim in-die-Tischkante-beissen, ihr Betonköppe. Ich weiss, dass ihr jetzt vor dem Rechner hockt und extrem pissed seid. Und das freut mich. An euer Herz kann man nicht appelieren (ihr habt ja keines, ihr armen Menschen), aber man kann euch zur Weissglut bringen, indem man euch sagt, was ihr mit dem Kauf des drölften Katzenbettchens oder Luxuskatzenbaums für eure Rassekatzen überschminken wollt: ihr seid eiskalt.

Ich geh derweil den Restmüll betüddeln und dabei das empfinden, was ihr nie kennenlernen werdet: dass einem das Herz vor Liebe überquillt und man kaum glauben kann, wieviel Glück man haben kann, weil man so viele wunderbare, einzigartige und liebens-werte (im besten Wortsinne) Katzenpersönlichkeiten um sich rum drängeln hat.
Ihr ahnt gar nicht, wie privilegiert ich mich fühle, dass ich so viel Glück auf 4 Pfoten um mich herum haben darf.
Ätsch.





Kommentare:

  1. Erstmal Hallo, ich lese hier schon eine ganze Zeit und ich muss dir sagen:
    Respekt!!!! Du hast eine super Schreibe und triffst den Nagel auf den Kopf.
    So und jetzt muss ich mich mal um meinen Restmüll kümmern..... LG Sarah

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  2. Dankeschön :)
    Grüss den Restmüll von mir ;)

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  3. Wahr, wahr und nochmals wahr.
    Zumal man Tierschutz+Rassekatze problemlos vereinbaren könnte, wenn es unbedingt etwas Blauäugiges auf dem Neckermannsofa sein soll.
    Es gibt so viele Rassekatzen in den Tierschutzvereinen....

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  4. Anonym 1, ja, eben. Es würde wirklich jeder ein passendes Tierchen finden. Wenn er denn wollte.


    Anonym 2, wenn du mir sagst, warum du das wissen willst, überlege ich mir, ob ich drauf antworte. ;)

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  5. Naja, Anonym 2 bringt dieses wunderschöne Argument, mit dem der "arme Katzenhasser" von vielen verteidigt wurde: Die Tierschützer quatschen nur, sollen sich aber lieber drum kümmern, als Vegetarier zu leben, damit keine Kühe mehr wegen ihnen abgeschlachtet werden.
    Wäre so mein Tipp...
    Hab zwar immer noch nicht begriffen, wo das zusammenhängen soll, aber gut.

    Deinen Post unterschreibe ich glattweg :)
    Und ich finde meinen Restmüll sooooo klasse <3

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  6. "Wäre so mein Tipp..."

    Meiner auch ;)
    Aber da man ja nicht immer vom dööfsten ausgehen sollte, was kommen könnte, dachte ich, ich frag mal freundlich nach :D

    Wie klasse dein Restmüll ist, ist wohl nicht übersehen ♥

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  7. Das ist mal wieder so ein richtig klasse Balli-Post! Ich kenne mehrere Rassekatzen-Konsumenten - und die Mehrzahl versucht sich nicht mal als Tierschützer zu produzieren, die sind einfach gedankenlos.
    Ich werde auch in Zukunft Restmüll aufnehmen - so wie Moritz (Findelkater), Nicki (Bauernhofkatze), Boncuk (aus Überdruss abgegebene Siam), Miri (aus dem Tierschutz) oder Tarik (entlaufener Siam)...
    Falls es irgend jemanden interessiert - ich bin 'Teilzeit-Vegetarier'... *hehe* Und ich schreibe niemals anonym.

    LG Christina

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  8. Ich frage mich gerade was ich bin.....
    Ich habe weder "Restmüll" noch Rassekatze.
    Technisch gesehen hätte ich nichts gegen Mimis ersten Wurf machen können, da sie schon trächtig zu uns in die Firma kam, doch Pips Zeugung hätte ich verhindern können wäre ich damals mehr auf Zack gewesen. Das macht mich wahrscheinlich in Euren Augen zum Vermehrer. Meine beiden Nachzügler sind vom Bauernhof. Nicht für mich "produziert", aber dennoch nicht aus dem TH. All das zusammen macht mich dann wohl zusätzlich noch zu einem Menschen ohne Mitleid, Herz und Gewissen.
    Ich sehe das anders, denn ich liebe meine Tiere. Nicht weil sie so aussehen wie sie aussehen, sondern weil sie sind wie sie sind. Auch wenn keines meiner 5 Tiere aus dem Tierschutz kommt kann mir trotzdem das Herz übergehen vor Freude und Liebe wenn sie sich an mich kuscheln, Köpfchen geben oder einfach nur da sind und sich gegenseitig putzen.
    Kastationszwang.....keine Frage. Das unterschreibe ich sofort. Auch wenn ich mir da früher keine Gedanken zu gemacht habe, so ließt und lernt man ja dazu und ich würde so einige Entscheidungen von damals heute anders fällen.
    Zucht ausschließlich zur Arterhaltung......dito. Warum müssen zig BKH's zum Beispiel gezüchtet werden. Das ist Überproduktion aber keine Arterhaltung.
    Ich würde aber keinem Tierhalter, egal ob Hund, Katze oder sonstiges Getier, die Tierliebe und das Herz absprechen nur weil er nicht die gleiche Einstellung hat wie die Tierschützer unter Euch. Uninformiertheit ist keine Herzlosigkeit und die Masse ist einfach dumm, so wie ich es war als ich Kasi und Lulu holte. Sicher gibt es Ausnahmen und bestimmt nicht wenige, dennoch glaube ich nicht, dass es die Masse ist, bei denen das Tier nur Deko ist.

    so ... nun gehe ich ins Bett, kuschle mit meiner Exilchinesin Mimi und überlasse es anderen in Tischkanten zu beißen ;-)

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  9. "Meine beiden Nachzügler sind vom Bauernhof. Nicht für mich "produziert", aber dennoch nicht aus dem TH. All das zusammen macht mich dann wohl zusätzlich noch zu einem Menschen ohne Mitleid, Herz und Gewissen. "



    Fantastiggerisch, ich glaube nicht, dass mein Posting so unklar geschrieben ist, dass man es so missverstehen könnte.

    Ich habe übrigens keine einzige Katze aus dem Tierheim. Meine kommen von Bauernhöfen, von der Strasse und Emmi von der Katzenhilfe.

    "Auch wenn keines meiner 5 Tiere aus dem Tierschutz kommt"

    Bauernhofkatzen sind de facto Tierschutzkatzen. Es kümmert sich in der Regel keine Sau um die Tiere, sie existieren bestenfalls vor sich hin, wenn sie was abkriegen, verrecken sie halt.

    Ebenso deine Ex-Chinesen. Jeder kann sich ausmalen, dass die nicht mehr am Leben wären, wenn du dich nicht drum gekümmert hättest.


    "Zucht ausschließlich zur Arterhaltung"


    Eben. Das wäre in der momentanen Situation das einzig Sinnvolle. Aber so ist es nicht. Es wird auf Teufel komm raus produziert.

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  10. Ach Mensch, wieder toll zu lesen: Super raue Schale, Schnodderschnautze und ein Goldherz!

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  11. Dankeschön.

    Ich freu mich wiklich, dass einige verstehen, was ich meine und dass ich nicht etwa einen Hass auf Rassekatzen hätte, wie mir gerne unterstellt wird. ;)

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  12. Man kann dir sicher einiges vorwerfen, aber ganz sicher niemals nicht Hass auf Rassekatzen- oder sonst irgendein Tier!

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  13. Auch wenn ich sonst Deine Artikel gelesen habe und meist genickt habe, bei diesem Artikel tue ich das nicht. Viel zu viele Vorurteile, die außerdem so rein gar nichts mit der Realität zu tun haben.

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  14. Jo, das freut mich wirklich SEHR, wenn das so ankommt. Denn genau das ist mir wichtig. Nein, eine Herzensangelegenheit.
    Für mich ist jede Katze gleich viel wert. Aber nicht jeder Katzenhalter. Da sind mir die, die eben nicht wegschauen und die ein Herz für Tiere und nicht nur ihren Konsumenten-Wunschtraum haben, viel-viel lieber. Das sind die Menschen, auf die es ankommt.


    Anonym, damit muss ich wohl leben. Und die Tiere, denen du du deinen extra für dich produzierten Konsumenten-Traum vorziehst, leider auch.

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  15. "Anonym, damit muss ich wohl leben. Und die Tiere, denen du du deinen extra für dich produzierten Konsumenten-Traum vorziehst, leider auch."

    Schon interessant wie Du aufgrund meines Kommentars davon ausgehen kannst, das ich einen "extra für mich produzierten Konsumenten-Traum" habe. Da erkennt man mal wieder, dass Du sehr oft pauschalisierst und vorverurteilst.

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  16. Boooooah..... fünfmal !!!! bin ich jetzt schon auf die falsche Taste gekommen und mein ganzes langes Geschreibsel war weg.

    Absolute Kurzform:

    Sorry, so ganz fair finde ich das nicht, was Du da schreibst !!

    Ich habe zweieinhalb Rassekatzen ( auch noch alle mit blauen Augen) und letztendlich keine davon vollkommen freiwillig ( aber alle sind sie arg und von ganzem Herzen geliebt).

    Die halbe Rassekatze ist ein Siammix aus der spanischen Tötung.
    Wir hatten uns um zwei ganz andere Katzen dieser Organisation beworben , die "ganz gewöhnliche" Hauskatzen sind , uns wurde aber mitgeteilt, daß der Siammix besser zu unserer schon vorhandenen Katze passen würde.
    Hätten wir da nein sagen sollen und auf den anderen beiden Katzen bestehen, nur damit nicht aus Versehen ein Rassemix hier einzieht ????

    Mitten in der Zusammenführung starb unser erstes Kätzchen ( um deren Wohlergehen wir ein ganzes Jahr lang mit Hilfe des Veterinäramts gegen unsere Nachbarn und auch gegen das örtliche Tierheim gekämpft hatten) und gleichzeitig erkrankte mein Mann lebensbedrohlich.

    Nun war die eigentliche Zweitkatze plötzlich Einzelkatze und, obwohl sie sich mit der verstorbenen Katze überhaupt nicht verstanden hatte, litt sie sichtlich unter dieser Einsamkeit.

    Meinem Mann stand eine schwere OP bevor, in deren Anschluß wir absolut keinen Nerv für eine Zusammenführung gehabt hätten, also hieß es: Entweder wir bekommen jetzt SCHLEUNIGST irgendwo ein oder zwei Katzen her oder unserer "neuen" Katze blüht schlimmstenfalls ein halbes Jahr Isolationshaft.

    Mit der vermittelnden Orga waren wir ebenso verkracht wie mit dem hiesigen Tierheim, eine andere Orga kannten wir damals noch nicht und die Tierheim hier vermitteln nur innerhalb ihres eigenen Landkreises.....

    Guter Rat war teuer und uns fiel leider nix anderes ein, als die Züchterin zwei Dörfer weiter um Hilfe zu bitten.
    Sie hatte auch in der Tat zwei abgabebereite Jungtiere, die wir dann ganz schnell zu uns holten, um wenigstens ansatzweise mit der Zusammenführung durch zu sein, bevor mein Mann ins KH mußte.


    Sorry, Balli, Du weißt, daß ich Dich sehr schätze, aber ich finde, mit dem heutigen Blog-Eintrag machst Du es Dir ein bißle zu einfach.

    Und nein, ich bin keineswegs "extrem pissed", aber durchaus irgendwo verletzt .... weder empfinde ich mich als "herzlos", noch als " eiskalt".
    Manchmal haben Menschen auch deshalb Rassekatzen, weil es einfach zum Zeitpunkt der "Anschaffung" ( arg blödes Wort, ich weiß aber um diese Uhrzeit kein besseres mehr, sorry!) keine andere Lösung gab.



    Gut's Nächtle in den hohen Norden



    Susanne

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  17. Susanne.... glaub mir, ich unterscheide sehr wohl.
    Und meine NICHT die Leute, die eine Rassekatze vom Tierschutz oder einer Nothilfe zu Hause haben. Und ich meine NICHT die Leute, die vor Jahren irgendwas gemacht haben, was sie heute anders machen würden, weil sie die Möglichkeit/das Wissen/die Informationen/whatever nun haben, die sie früher nicht hatten.

    Ich meine ganz speziell die Leute, die Stand HEUTIGES Wissen/Informationsstand immer noch sagen, dass ihnen nur ein Tier vom Züchter ins Haus kommt. Die Leute, die Feld-Wald-und-Wiesenkatdzen als "Wundertüten" abwerten, denen eine Tierschutzkatze/Strassenkatze/Bauernhofkatze nicht gut genug ist, die die Augen vor dem zigtausendfachen Elend schlicht und einfach verschliessen.
    Diese Leute, die sagen "Ich will aber, egal wieviele Katzen ungeliebt leben und ungeliebt sterben, das Elend geht mich nichts an, mir gefallen Maine Coon/BKH/Norweger/Birma/Whatever besser und fertig". DIE meine ich.

    Gehörst du dazu? Nein? Siehste.




    Anonym, wenn du sagst, dass das hier nichts mit der Realität zu tun hat, dann sage ich, doch, das hat es sehr wohl. Und ich habe selten ein Blog-Posting so ernst gemeint wie dieses hier.

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  18. "Fantastiggerisch, ich glaube nicht, dass mein Posting so unklar geschrieben ist, dass man es so missverstehen könnte. "

    nun ja....ich denke schon, da wir wahrscheinlich unterschiedliche Ideen haben was Tierschutzkatzen sind.
    Ich persönlich empfinde keine meiner Katzen als Tierschutzkatzen. Daher hab ich mich auch angesprochen gefühltbei dieser Aussage:
    Pips Wurf hätte ich verhindern können wäre ich damals schlauer und schneller gewesen.
    Bauernhöfe sind in meinen Augen auch nur Vermehrstationen. Hole ich ein Tier dort weg unterstütze ich damit den unkontrollierten Vermehr von Katzen. Jede Katze vom Vermehrer nimmt einer TH-Katze einen potentiellen Platz weg, ebenso wie jede Rassekatze vom Züchter.
    Ich habe in der Vergangenheit alle Fehler gemacht die man nur machen kann. Da bin ich durchaus selbstkritisch. Tut es mir Leid dass ich sie gemacht habe? Nur bis zu einem gewissen Grad, denn allein die Vorstellung dass z.B. Kasi nicht bei mir wäre, oder mein Pips-Bär....schrecklich. Würde ich noch einmal so entscheiden? Ganz sicher nicht, denn beim nächsten Mal würde ich direkt ein Tier aus dem TH holen.

    Was ich damit nur sagen will...Menschen entscheiden sich aus unterschiedlichen Gründen für ihre Tiere. Manche Gründe sind nachvollziehbar, andere nicht. Auch für mich nicht. Ich zweifele ja auch nicht an dass es diese Art von Menschen gibt, die Tiere nur als Deko empfinden und ich habe auch gelesen, dass Du Dich hauptsächlich auf Rassekatzenhalter bezogen hast. Dennoch finde ich persönlich es vermessen gleich allen Menschen, die keine Tierschutzkatzen haben, mangelnde Tierliebe vorzuwerfen. Das mag ja vielleicht auf einige zutreffen, aber nicht auf die breite Masse.

    Warum ich mich so früh hier herumtreibe? :-)
    Weil mir mein Buckelchen Kasi die Decke weggezogen hat und ich von meinen kalten Füßen wachgeworden bin. Ich hab auch ein bischen im Blauen gelesen. Das Thema find ich interessant und die Diskussion an sich auch. Kastrationspflicht wäre wahrscheinlich auch mal einen separaten Blogeintrag wert ebenso wie Zucht zur Arterhaltung ;-)
    Sorry fürs OT *gg*

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  19. Warum ich frage ob du Vegetarier bist? Ganz einfach: wenn du sagst, dass alle Leute, die sich keine Katze aus dem Tierschutz holen kaltherzig und arm sind, musst du ja zweifelsfrei der beste Tierschützer überhaupt sein. Und dazu gehört auch, andere Tierarten zu schützen, nicht nur Katzen. Weist du wie es auf Schlachthöfen aussieht? Weist du, was alles in dem Fleisch drinsteckt und was sie den Tieren antun? DAS Balli, ist die größte Unverschämtheit des Menschen.

    Ich habe selber zwei Perserkatzen, aber nicht weil ich unbedingt eine für mich produzierte Katze wollte, sondern weil ich gern wieder welche um mich haben wollte aber mein Freund allergisch auf Kurzhaarrassen ist. Seltsamerweise hat er keine allergischen Reaktionen bei Langhaarkatzen. Nach deiner Meinung sollte ich wahrscheinlich Schluss machen und mir einen anderen ohne Allergie suchen, oder?

    Und nochwas: Ich bin selber auf dem Bauernhof aufgewachsen und es ist keinesfalls so, wie du das schilderst. Klar gab es einige Katzen, die von heute auf morgen verschwunden sind und keiner wusste warum. Aber die meisten blieben über 15-20 Jahre bei uns und wurden auch von uns gefüttert.

    Ich bin übrigens einer Meinung mit dir, dass man Katzen nicht im Übermaß "produzieren" sollte, ist nichts anderes als die Massentierhaltung. Trotzdem finde ich es ungerecht, dass du alle Rassekatzenbesitzer so verurteilst und ihnen unterstellst, sie lieben ihre Katze nicht und nutzen sie nur als Deko.

    So und jetzt fallt über den Kommentar her und macht euch drüber lustig, so wie es anscheinend immer hier zugeht.

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  20. Und in welcher Schublade landen bei dir diejenigen Leute, die eine Rassekatze vom Züchter haben (oder gar mehrere) und sich trotzdem mit Geld und/oder Mithilfe im Tierschutz engagieren? Womöglich sogar mehr als jemand, der irgendwann mal eine Tierschutzkatze aufgenommen und sonst nix mit dem Tierschutz am Hut hat?
    Herzlos und eiskalt? Halb herzlos? Oder gibt es solche Leute in deiner Welt nicht?

    Ich meine, Tierschutz heißt ja nun nicht nur, ein Sofaplätzchen bereitzustellen. Mit einer einzigen Kastration verhindert man zahlenmäßig mehr Katzenelend als mit der Adoption einer Tierschutzkatze. Aber trotzdem ist man in deiner Welt böse und hat eine Buchenschrankwand, weil man eine Rassekatze hat? Also für so beschränkt hab ich dich bisher nicht gehalten ...

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  21. @ Fantastiggerisch
    "Bauernhöfe sind in meinen Augen auch nur Vermehrstationen. Hole ich ein Tier dort weg unterstütze ich damit den unkontrollierten Vermehr von Katzen."

    So macht man das auch nicht. Man fängt die Mutterkatze(n) ein und lässt die kastrieren. Keine Orga holt die Jungen und lässt die Alten weiter potent in der Gegend rumlaufen.





    @ Anonym
    "Warum ich frage ob du Vegetarier bist? Ganz einfach: wenn du sagst, dass alle Leute, die sich keine Katze aus dem Tierschutz holen kaltherzig und arm sind, musst du ja zweifelsfrei der beste Tierschützer überhaupt sein. "

    Sei mir nicht böse, aber das ist mir - schlicht und einfach - weit zu doof und darauf einzugehen.




    @ Nonsequitur

    Sarkasmus kann man Leuten, die ihn nicht verstehen, nur ganz schlecht erklären, von daher gebe ich bei dir einfach kampflos auf und du wirst dein Leben wohl weiterhin ironie- und sarkasmusbefreit leben müssen :D

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  22. du hast so recht!!!!!!
    rassekatzen werden uns aus der hand gerissen. haben wir mal keine, gehen die leute zum züchter. die wollen keine katzen die wollen rassekatzen und es stimmt auch das es immer die gleichen leute sind.

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  23. Tja...
    Das wird dir nur keiner glauben ;)

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  24. Balli, ich bin normalerweise sehr gut im Verstehen (und Anwenden) von Ironie und Sarkasmus - du kannst also gern versuchen, mir zu erklären, welche Stellen in deinem Posting ironisch und/oder sarkastisch gemeint waren, und was diese Stellen mit meiner Nachfrage zu tun haben, die du hiermit ja nicht beantwortet hast ...

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  25. Sehr guter Blog, Balli, den ich unterschreiben kann. Und ich denke, ich verstehe schon die Unterschiede, die Du machst zwischen Rassekatzenhaltern und Rassekatzenhaltern.

    Sehr viele interessante Kommentare hast Du bekommen. Einige scheinen Dich doch sehr misszuverstehen oder sie wollen Dich nicht verstehen. Bei einigen konnte ich nur mit dem Kopf schütteln. Schade. Aber das ist wohl auch der Grund, warum es viele "Anonymusse" gibt (schreibt man das so???)

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  26. Ich habe nur keine Lust, gebetsmühlenartig immer wieder auf die gleiche Frage zu antworten.
    Deine Frage wurde in den Kommentaren schon beantwortet.
    Das interessiert dich nicht, du gehst weiterhin davon aus, dass ich nicht differenziere. Dann tu das doch einfach. :)

    Ich kann und muss doch auch damit leben, dass andere Leute andere Ansichten haben.

    Ich gebe zu, dass ich keinen
    nur-Rassekatzenbesitzer kenne (wie oben beschrieben, also Leute, die für sich ausschliessen, etwas anderes als eine Rassekatze auf ihr Neckermannsofa zu lassen), den ich leiden kann. Aber ich kenne auch keinen NPD-Wähler, den ich leiden kann. Viele Ansichten setzen einfach eine gewisse Mentalität oder Charaktereigenschaft voraus, die ich nicht mag. Muss ich aber auch gar nicht. Das ist ja das coole daran. Ich nehme mir einfach die Freiheit und sage: mag ich nicht.
    Und es ist mir schnupsi, ob Hinz, Kunz oder Schulz vor Empörung darüber die halbe Tischplatte frisst.

    Aber es gibt durchaus Leute, die sone und sone Katzen haben oder z.B. aus Allergiegründen nur sone Katzen halten können und die ich durchaus leiden mag. Oder die vor Jahren, als Katzenanfänger halt zum nächstbesten Züchter marschiert sind, aber keine Rassefetischsten sind.

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  27. @ Meike

    "Und ich denke, ich verstehe schon die Unterschiede, die Du machst zwischen Rassekatzenhaltern und Rassekatzenhaltern."

    Eigentlich ging ich davon aus, dass das auch nicht so missverständlich sein kann, wie es hier manche hindrehen.
    Und da es ja - zum Glück - doch einige gibt, die es richtig verstehen und nicht blindwütig ihre Eckzähne in die Tischplatte schlagen, gehe ich einfach weiterhin davon aus. Rotzfrech. Wer die Tischkante annagt, ist entweder der typische Rassekatzen-Fetischist (höhö, der darf sich auch gerne masslos ärgern *feix*) oder er hats nicht verstanden.

    Aber irgendwas ist ja immer :D

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  28. Super Beitrag! Das trifft den Nagel auf den Kopf.

    Diese Thematik regt mich auch immer in Foren auf.
    Meldet sich XY an und schreibt "Ups, meine Katze ist trächtig" dann wird er virtuell gesteingt (zu Recht :D).
    Kommt aber ein Beitrag von einem Züchter "Hier sind unsere neuen Kleinen", dann wird erstmal geschwärmt, wie süß die doch alle sind und keine Sau erwähnt, dass die Tierheime voll sind..

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  29. Minusch, genau.
    Es kann nicht sein, dass Maine Coon und BKH Züchter wie Pilze aus dem Boden schiessen und produzieren und produzieren. Andererseits tun sie das aber nur, weil es ihnen gelingt, die Tiere an den Mann zu kriegen. Die Nachfrage ist also da. Und meinem Empfinden nach sogar steigend.

    Während die zigtausende Katzen unbeachtet in Perreras und Tierheimen, auf Bauernhöfen und auf der Strasse in irrsinniger Menge leiden und sterben.

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  30. waahhhhh, rosina wachtmeister! ich lach mich krank!

    mir kommt ja öfters der verdacht, dass nicht wenige leute sich gerne ne bestätigung von balli holen wollen, dass sie ja eeeeehhhhhhh ganz in ordnung sind. menno, überlegt euch einfach gut, was ihr tut und handelt danach. punkt

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  31. Ich finde Bengalen wirklich toll. Aber ich sehe a) nicht ein so viel Geld auszugeben und b) haben meine Katzen nun mal Freigang und c) habe ich hier ein so tolles Tierheim um die Ecke, das ich immer nur dahin gehen würde (oder auf deren Pflegestelle, wenn ich denn Kitten haben wollte). Aber ich sehe auch ein, das es den ein oder anderen gibt, der eine Rassekatze haben möchte. Aber gibts die nicht auch im Tierschutz? Ich weiß, das ich mich jetzt auf ein heißes Pflaster begebe, aber weißt du was ich auch schlimm finde: das wir Katzen aus anderen Ländern (vor allem Spanien) hier einfliegen lassen. Gibt es vor der eigenen Tür nicht genug "Katzenelende"? Hm, ich glaub darüber werd ich heute abend mal was schreiben ;-)

    Also zurück zu deinem Thema:
    Ich tu was ich kann. Meine Katzen sind von einer Pflegestelle des Tierheimes. Zumindest zwei. Wookie ist mir zugelaufen.
    Alles Futter was bei uns nicht gefressen wird geht ins Tierheim. Der Streuner (wenn ich ihn denn dann mal fange) wird auf meine Kappe kastriert usw.

    Trotzdem sehe ich mich nicht als Heilige. Auch nicht als Tierschützerin. Denn das, was andere leisten kann ich nicht (weder vom zeitlichen her noch finanziell noch psychisch).

    Aber ich ziehe meinen Hut vor all denen, die das können.

    Trotzdem hätte ich gerne irgendwann mal einen Bengalen - natürlich auch im Freigang. Hach, es wird wohl ein Traum bleiben. Denn wie oben schon geschrieben. Ich sehe nicht ein einen Haufen Geld dafür zu zahlen, wenn vor meiner Tür so viele arme Seelen auf ein Zuhause warten.

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  32. Susi, die überlegen schon alle, aber dann kommt dieses "ich habs mir aber verdient!!!!" und das Bedürfnis, SICH etwas Gutes zu tun, sich Luxus auf 4 Pfoten ins Haus zu holen, ist wichtiger als Herz und Vernunft (falls man überhaupt darüber verfügt). Man gönnt sich ja sonst nix.

    Mein Neckermannsofa - meine Stollenschrankwand - meine Rassekatze :D

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  33. Bianca, mein Mann faselt auch schon seit Jahren was von einem Waldkater, den er Bismarck nennen und der 10 Kilo wiegen würde und der Chef hier im Haus wäre :D

    Alle paar Wochen höre ich "irgendwann wird ein Bismarck hier einziehen, die Herrschaft über den Sauhaufen übernehmen und dann werden die anarchistischen Pinheads ganz schön doof aus der Wäsche gucken"

    Aber der schwafelt nur :D

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  34. die gründe kann ich beim besten willen nicht nachvollziehen und die, die jetzt schon rassekatzen haben, sollen sie auch hegen und pflegen (nach möglichkeit natürlich kastrieren lassen), aber vielleicht denkt der eine oder andere das nächste mal vor der anschaffung einer neuen katze etwas differenzierter darüber nach. dann ist schon viel geholfen, finde ich.

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  35. "aber vielleicht denkt der eine oder andere das nächste mal vor der anschaffung einer neuen katze etwas differenzierter darüber nach. dann ist schon viel geholfen, finde ich. "

    Da hoffe ich auch.
    Man muss sie sich die Zahl 40.000 (!!!) mal vergegenwärtigen.
    40.000 Katzen in deutschen Tierheimen.

    Wenn man sich mal vorstellt, 40.000 Katzen und es gibt nicht wenig Leute, die den Nerv haben, das eiskalt zu ignorieren und sich statt dessen ihren Konsumenten-Wunschtraum aufs Sofa zu setzen.

    Ich finde es einfach nur barbarisch.

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  36. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht was die Vegetarier-Diskussion mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.
    Ich weiß nicht ob es vergebene Mühe ist darauf genauer einzugehen....aber naja.

    Ausgangspunkt war die Tatsache, dass Katzenhalter zum großen Teil der Meinung sind, dass sie die Katzen haben weil sie Gutes für das Tier tun wollen. Ich habe noch keinen Rassekatzenbesitzer getroffen, der meinte "Klar, ich habe die nur aus Prestige-Gründen". Wäre wenigstens mal konsequent.

    Nebenbei bemerkt, kann man auch Fleisch essen und gleichzeitig den Massenkonsum und die damit einhergehenden miserablen Tierhaltungsbedingungen boykottieren.
    Und wenn man die Argumentationsstruktur verfolgt, welche die Frage nach Vegetarismus im Zusammenhang mit diesem Blogpost impliziert, wäre es mit Vegetarismus auch nicht getan. Dann müsste man schon mindestens Veganer sein und selbstverständlich nicht ein Paar Schuhe aus Leder besitzen dürfen.

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  37. Ja, aus dem Grund bin ich da auch nicht weiter drauf eingegangen.
    Das ist so ein wenig wie "....und in Afrika, da verhungern Kinder!" wenn ein Kind seinen Teller nicht leer essen will.

    Netten Nick hast du da, übrigens :)

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  38. Wahrscheinlich ist es tatsächlich vergebens, aber mich nervt sowas. Naja.

    Und noch was zu der Frage von weiter oben, was mit den Menschen ist die keine Tierschutzkatze haben, aber immer viel spenden...mehr als einige mit Tierschutzkatze.
    Es ist natürlich toll, wenn jemand den Tierschutz so unterstützt. Ohne die Spenden wären die Zustände sicher noch schlimmer.
    Aber ich seh da noch eine andere Seite: Es ist natürlich bequem. Das Geld tut höchst wahrscheinlich nichtmal weh. Und man muss keinen Platz/keine Zeit investieren.
    Die Spenden sind natürlich wirklich wichtig, aber ist eben nochmal ein anderer Schuh.

    Balli, Grüße dein Piraten-Lottchen von mir :)

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  39. Ach Balli, ich habe wieder Tränen gelacht! Du triffst den Nagel aber genau mittig. Eigentlich sollte man traurig wegen der vielen wartenden Katzen sein. Aber ob die sich zwischen Neckermann-Style und Rosina wohlfühlen würden? Da fangen doch mit der Zeit selbst die armen Katzen mit Papieren das Protestpinkeln an. Und das geschieht den Katzenkonsumenten recht! Sollen die Abkömmlinge edler, preisträchtiger Linien ruhig auch noch die schöne grelle Tapete von der Wand fetzen. :-)

    Kai

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  40. Lottchen, Spenden sind ganz ganz arg wichtig. Ohne Moos nix los. Viele Vereine können die nötigen Kastrationen nicht stemmen, weil nicht genug Geld da ist.
    Aber mit Geld kann man trotzdem kein liebevolles Zuhause und keine Fürsorge ersetzen.
    Die Grüsse an LottchenMottchen werden natürlich sofort ausgerichtet :)


    Kai, du bist tatsächlich noch zynischer als ich :D

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  41. Aha, es ist zu doof sich mit Vegetarismus zu beschäftigen... Ich will hier auch keine Werbung dafür machen, aber es hat definitiv mit dem Thema Konsum zu tun . Jährlich sterben Millarden "Nutztiere" auf qualvolle Weise, nur damit wir sie für einen Sekundenschmaus verzehren können. Jedes Jahr wird eine gigantische Fläche Wald gerodet, damit die Tiere dort gezüchtet und gemästet werden, außerdem ist die Massentierhaltung für den größten CO2-Austoß der Welt verantwortlich. Ja richtig, es sind nicht die Autos, es sind die Tiere! Sind euch diese Schicksale egal?

    Wahrscheinlich sind sie das, sonst würdet ihr wenigstens auf das Thema eingehen und sachlich darüber diskutieren. Hier wird man anscheinend sofort angegriffen, wenn man mal anderer Meinung ist. Echt schade, ich finde den Blog ansonsten gut gelungen.

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  42. hallo
    ich wohne auch auf dem Bauernhof und wir haben auch Katzen und die liebe ich total die werden von uns gefüttert mit Dosenfutter und ich gehe jeden Tag zu ihnen und schmuse mit ihnen kastrieren geht leider nicht da sie sonst von den Nachbarkatzen vertrieben werden.Eine der Katzen von neben an lauert schon immer darauf dass sie Unsere für ihre Jungen vertreiben kann. Bei uns geht das nicht die Katzen zu nehmen von fremden und sie kastrieren. Wir überlegen schon ob wir sie kastrieren lassen aber wissen nicht wie wir die Nachbarskatze vom vertreiben abhalten können. Und meinen Schatzis geht es super wir haben 1000 Versteck- und Spielmöglichkeiten. sie werden gepflegt, gefüttert und geliebt. Ich könnte es mir nie ohne meine Schnuppis aushalten. Im Urlaub vermiss ich sie total. Und ich würd sie gern kastrieren lassen, aber ich will sie nicht verlieren.


    Ich möchte dir allerdings auch noch sagen dass ich das Meiste was du schreibst sehr gut und interessant finde und de mit vielem Recht hast ;) Ciao und schöne Grüße

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  43. @ Anonym 1
    Nein, es ist nicht doof. Bei mir rennst du damit eh offene Türen ein ;)
    Es hat nur nichts mit der Thematik Rassekatzen-Konsumententum zu tun.



    @ Anonym 2
    Dann lasst doch die Nachbarkatzen auch kastrieren. Einmal durchputzen und fertig.
    Ist doch logisch, wenn die sich alle dauernd vermehren, dass das Krieg gibt. Bitte ruf mal den örtlichen Tierschutzverein, bzw. die örtliche Katzenhilfe an. Die würden euch da bestimmt unterstützen. Das wäre soooooo wahnsinnig wichtig! Kastration ist das A und O, wenn das nicht gemacht wird, konsequent, bricht irgendwann der ganze Tierschutz zusammen.
    Bitte-bitte-bitte kümmere dich darum!

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  44. Anonym....wenn dir diese Schicksale nicht egal sind, bist du hoffentlich Veganer und hast keinerlei tierischen Produkte in deinem Leben? Und auch keine Produkte, die in Kinderarbeit hergestellt wurden? Oder sind dir die Schicksale der Kinder egal?

    Es ist nicht zu doof sich mit Vegetarismus zu beschäftigen, aber mit einer Argumentationsstruktur die du verfolgst. Die wird nämlich genau so weitergesponnen wie ich es eben gemacht habe.

    Und wie ich oben schon geschrieben habe, gibt es auch außer dem Vegetarismus andere Möglichkeiten diesem Konsum zu verweigern. Möglichkeiten bei dem keine Waldflächen verloren gehen oder Tiere qualvoll enden.

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  45. Ich verstehe nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Muss man denn immer wieder Äpfel mit Birnen vergleichen? Hier geht es heute mal um Katzen. Und die werden auf gar keinen Fall NIE und nimmer vegetarisch ernährt! Da gibts auch keine Diskussion darüber!

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  46. Was für ein Beitrag, vielen vielen Dank dafür! :D

    @Vegetarismus-Anonym:
    Nein, dein Argument hat nur mit dem Thema nichts zu tun. Hier geht es darum, dass sich Menschen (bewusst!) Rassekatzen anschaffen, ohne sich darum zu scheren, welches Katzenelend vor ihren Haustüren stattfindet. Du hast natürlich recht mit deinen Ansichten zum allgemeinen Tierelend, nur muss ich persönlich zugeben, dass ich den Bezug zum Thema nicht erkenne.

    Ich interpretiere aus deinem Schreiben, du möchtest das Argument in folgendem Sinne nutzen:
    Balli sagt, Rassekatzenhalter scheren sich nicht um Katzen in Not. Also muss sich Balli für die tollste Tierschützerin der Welt halten, denn es ist sowas von arrogant, sowas zu behaupten. Deswegen drück ich ihr jetzt mal rein, dass sie als so Supertierschützerin ja wohl auch Vegetarierin sein muss, weil sie ja sonst ne Doppelmoral hegt.

    Neben der Tatsache, dass du Balli mit diesem Argument gar nicht treffen KANNST (lies mal den Küken-Eintrag weiter unten oder ein paar andere), muss ich sagen: Ich finde diese Art der Argumentation nicht sonderlich hochentwickelt und den Leuten hier vorzuwerfen, sich auf keine Diskussion einzulassen, damit einfach als sinnlos. Du gibst einfach keine Diskussionsgrundlage.

    Wenn man deinen Bogen nämlich weiterführen würde, käme man auf Folgendes: Diese globalen Probleme sind nicht mit bloßem Vegetarismus zu beseitigen. Denn wenn du jetzt nur noch Soja isst, förderst du größtenteils die Regenwaldabholzung + Arbeitsbedingungen für Menschen, die alles andere als rechtens sind; wenn du dir Obst im Supermarkt kaufst, wird das mit riesigen Transportemissionen verbunden sein etc. pp. Du müsstest also vegan, regional und am besten noch autark leben, dann kannst du die Moralkeule schwingen. Aber was bringt denn das bitte? Darum geht es hier nicht. Hier geht es aber auch nicht darum, dass sich Balli als perfekte Tierschützerin profilieren möchte. Sie wollte einfach nur ihre Wut über solche Leute herausschreien. Zumindest sehe ich das so. Und ich kanns verstehen.

    So, ich geh jetzt auch nochmal meinen Restmüll knuddeln.

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  47. "Zumindest sehe ich das so. Und ich kanns verstehen."

    Du siehst es richtig ♥
    Genau so war das gemeint, und mit der - wahrscheinlich sehr überzogenen - Hoffnung verbunden, dass manche Leute sich vielleicht doch mal vor Augen halten, welche ungeheure Anzahl an Katzen hier in Deutschland und im Ausland in Not ist und dass blaue Augen oder cremefarbenes Fell zwar schön sind, aber unglückliche Katzen in höchster Not einfach mehr zählen.
    Knuddler an deinen Restmüll :)

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  48. Schöner Beitrag - zwar bisserl harsch, aber es ist ja gut, wenn es Menschen gibt, die Dinge einfach mal beim Namen nennen und ohne Blatt vorm Mund ansprechen.

    Zugegebenermaßen hatte ich auch so einen Katzen-Rassen-Fimmel, und ich finde bis heute die heiligen Birmas super wuschelig und die Nebelung Katzen einfach nur grandios, und da steh ich auch zu :) Und vielleicht hätte ich auch sogar eine Birma oder eine andere Rassekatze, wenn da nicht so der Zufall eine große Rolle gespielt hätte.

    Als ich mich dazu entschlossen habe, zwei Katzen zu mir nach Hause zu holen, war die erste Station das lokale Tierheim. Die allerdings wollten mir keine Katze vermitteln, weil ich damals nur eine 100m² Wohnung ohne Garten und ohne Balkon zur Verfügung hatte. Danach hab ich mich immer mal wieder im Internet umgeschaut, aber nie so ernsthaft mit Züchtern Verbindung aufgenommen, sondern mir nur Bilder angeschaut und ein bisschen geträumt. Natürlich hätte ich auch alle Tierheime in der Umgebung abklappern können, oder in die Großstädte fahren können, die sich vor Katzen kaum retten können. Oder ich hätte mir Katzen aus spanischen Rettungsstationen holen können, wenn ich damals gewusst hätte, dass das so funktioniert und regelmäßig gemacht wird. Aber, um ehrlich zu sein, hatte mich die erste Erfahrung mit dem Tierheim doch extrem verunsichert.

    Meine zwei Rabauken stammen aus einem ungeplanten Wurf einer Siamdame, die sich wohl mit diversen Streunern vor ihrer Katration vergnügt hat - und ich bin super glücklich mit meinen zwei Schnuffels.

    Aber ich glaube nicht, dass alle Leute einfach nur "Konsumenten" sind, die sich für Rassekatzen interessieren. Ist bei Hunden auch nicht anders. Diverse Rassen haben eben bestimmte Eigenschaften, manche sehen einfach für sich selbst ansprechender aus (ich beispielsweise könnte beim besten Willen keiner dieser fell-losen Katzen aufnehmen, da würde ich mich erschrecken, wenn ich neben so einer in der früh aufwachen würde :) ). Ich finde das grundsätzlich ganz legitim, dass wenn man sich einen kätzischen Lebenspartner holt, dass man sich auch einen holt, der einem sympathisch ist. Aber man sollte sich natürlich überlegen, ob man sich nicht auch in einen zuckersüßen Straßenfegermix verlieben kann :)

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  49. Ich glaub dir, dass du glücklich mit deinen Schnuffels bist und das ist schön für die beiden und für dich natürlich auch.

    Noch schöner fände ich es allerdings, wenn die Leute ihre unkastrierten Tiere einfach gar nicht rauslassen würden. Katzen haben vor der Kastration im Freigang einfach nix verloren.

    Du schreibst:
    "Aber man sollte sich natürlich überlegen, ob man sich nicht auch in einen zuckersüßen Straßenfegermix verlieben kann"

    Wenn man ein Herz für Tiere hat, ja. Wer keines hat, latscht weiterhin zum Züchter, den wird es niemals auch nur ein Fitzelchen interessieren, dass in den Heimen zigtausende Katzen auf ein Zuhause warten.
    Ich bleibe dabei: Kein Mensch mit einem Herz für Tiere kann das ignorieren.

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  50. Wäre aber auch großartig, wenn es einem die Tierheime nicht auch noch schwierig gestalten würden. Keiner kann mir erzählen, dass eine Freigängerkatze, die seit 5 Jahren im Mini-Tierheimzimmer sitzt, sich in meiner großen Wohnung unwohl gefühlt hätte <.<

    Und ich hätte halt alles genommen - dreibeinig, taub, stumm, blind, krank, senior, senil... Hatte den Eindruck, die wollten die gar nicht abgeben :(

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  51. Klar gibt es auch doofe Leute in Tierheimen. Aber das übernächste Tierheim oder die Katzennothilfe sind ja meistens auch irgenddwo in der nächsten Nähe. ;)

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  52. Zitat aus Deinem Text:

    "Würde man den Auslandstierschutz, bzw. die Katzen aus Rest-Europa mitzählen, die in Perreras und Tierheimen ausserhalb Deutschlands vor sich hin leben und leiden, würde sich die Zahl bestimmt verdoppeln. Mindestens."

    Das "mindestens" kannst Du dick unterstreichen ... und das "verdoppeln" ist eher "verzehnfachen", wenn nicht "verhundertfachen" :-(

    Allein hier in Frankreich werden JÄHRLICH 500.000 Katzen und Hunde in Tierheimen/Tötungsstationen eingeschläfert (oder schlimmeres).

    Und das ist nur die offizielle Zahl. Die wirkliche dürfte viel, viel höher sein.

    Es sind unter diesen Tieren, die so den Tod finden, auch immer wieder echte Rassetiere vom Züchter. Klar, es sind nicht die Mehrheit. Aber wieviele Hunde seh ich hier in den Foren, die "LOF" sind (d.h. mit Abstammungsbuch etc, Rassepapieren etc.) und die gerade noch 4 Tage bis zu Einschläferung haben, und oft genug über die Klinge springen, weil der Züchter sie nicht zurücknimmt (es ist teuer, sein Tier aus der Tötung wieder rauszuholen, man zahlt fette Gebühren dafür).

    Ich denke, die so oft genannten seriösen Züchter würden jederzeit ihr Tier zurückholen, egal was es kostet. Aber diese Art Züchter kann man an 10 Fingern abzählen - hier jedenfalls, leider!

    Ich gestehe offen, dass ich Orientalen einfach wunderschön finde. Aber ich werd nie welche haben ... erst, wenn alle Streuner kastriert und gut untergebracht sind, die Tierheime nach Insassen suchen aber keine finden, und alle meine Streunerchen vermittelt sind... was soviel heisst, wie nie. Dennoch guck ich mir gern Bilder von diesen Schönheiten an, geb ich unumwunden zu ;-)

    Aber meine kleinen Ex-Streuner sind auf jeden Fall ebenso schön - jeder auf seine Art :-)

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  53. Jetzt hast du es den Rassekatzenbesitzern aber mal so richtig gegeben *lol* Merkst du eigentlich noch, was für geistigen Dünnpfiff du schreibst? Wahrscheinlich nicht, aber Hauptsache man kann sich profilieren und einreden, wie toll man doch selber ist. Leute wie du, sind übrigens der Grund dafür, warum ich um alles, was unter dem Label "Tierschutz" läuft, einen großen Bogen mache.

    Fanatiker bringen selten was Gutes. Da hat wohl jemand zuviel Zeit, bzw. weiß mit sich und seinem Leben nichts rechtes anzufangen. Sowas führt dann leider zu sowas..

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  54. Wau. Da kläfft aber jemand.
    Getroffene Hunde und so, gell?

    :D

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  55. Hab mir das jetzt mal alles durchgelesen und ich verstehe was du meinst Balli, jedoch treffen deine Aussagen nicht ausnahmslos zu wie ich finde.

    Ich war 3 Jahre in den USA und hatte das Glück in der Nähe einer Züchterin zu leben, die F1 Savannah und Bengalkatzen züchten darf.

    Und als ich diese Katzen gesehen habe und wie sie sich von anderen Rassen abheben, war ich hin und weg.

    Bin ich jetzt auch ein schlechter Mensch, herzlos und kalt, weil ich nicht ins Tierheim gehe und mir eine Katze dort hole, die niemals so ein Charakter hat, wie die Tiere die ich kennen lernen durfte?

    Ich sage nicht, das sie etwas besseres sind aber ich sage sie sind halt einfach anders und halt nicht einfach an jeder Ecke zu haben.

    Habe seit einem Jahr jetz 4 Bengalen vom Züchter.

    Oder hätte ich jetzt warten sollen, bis irgendwann 4 Bengalen irgendwo in Not sind oder in Tierheimen untergebracht werden, die nur auf mich warten?

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  56. Auf die Bengalen in Not brauchst du gar nicht zu warten, die trudeln gerade nach und nach in Tierheimen ein, weil die Leute t-o-t-a-l überfordert mit ihnen sind oder weil sie die Bude zerlegen und vor allem, weil sie unsauber werden. :(

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  57. Spezielle Bengalen-Nothilfen gibts inzwischen natürlich auch, die versuchen, für die Tiere gute Endplätze zu finden.

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  58. Ja wenn man sich nicht ausreichend informiert und nur auf das Aussehen achtet, dann ist man selber Schuld.

    Wenn man jedoch weiß worauf man sich einlässt trägt man in dem Sinne ja auch bei, das solche Tiere eben nicht in den Tierheimen landen.

    Also sind die, die beim Züchter kaufen und ein gutes zuhause bieten, herzloser, als die, die sich die Tiere aus dem Tierheim holen und Ihnen dann ein gutes zuhause bieten, was der vorbesitzer nicht geschafft hat...

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  59. Es war ja auch uuuuunbedingt notwendig, mal wieder eine neue Rasse zu erfinden, gell? *rolleyes*

    "Was basteln wir denn... lass uns mal eine Hauskatze mit einer Wildkatze kreuzen, die melden wir dann zum Patent an"

    Die Leute wollen einfach immer noch exotischere Viecher.
    *kötzel*

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  60. Also schon ein bisschen polemisch und platt, du kannst ja deine Meinung dazu haben, aber es nicht als alleinige Wahrheit verkaufen! Nur, weil man Tierheim- und Bauernhofkatzen hat, ist man nicht automatisch ein Gutmensch. Ich gebe dir recht bei Leuten, die sich ein Rassekätzchen (mit blauen Augen) beim Züchter produzieren lassen. Aber ein bisschen fühle ich mich schon betroffen, denn ich habe zwei Ragdolls mit BLAUEN Augen, sogar eine terracottafarbene Couch und Rosina Wachtmeister-Tassen - kein RW-Bild ;)!Meine Lieblinge habe ich aber mit 7 und 1 1/2 Jahren als Notfall aufgenommen, die damals 7-jährige Katze hat unter dem Zuchtbetrieb sehr gelitten und war verhaltensgestört. Der Kater wurde aussortiert, weil er etwas schielt. Es sind auch Lebewesen, die ein Recht auf ein geliebtes Leben haben. Mein vorheriger Kater war ein sog. "Bauernhofkater", der 16 J. alt geworden ist und ich hätte auch wieder einen oder zwei solche genommen, wenn sie mir über den Weg gelaufen wären. Aber es sind nunmal Ragdolls geworden - für mich einfach liebenswerte Katzen, wie jede andere auch, allerdings auch sehr ruhige, die in einer Wohnung nicht unglücklich sind (wie es mein vorheriger Kater war, der unbedingt in der Großstadt rauswollte!!). Und im übrigen engagiere ich mich aktiv im Tierschutz für all die nicht mehr gewollten Katzen hier.
    Also ich wollte nur sagen, ein bisschen sollte man vielleicht differenzieren und nicht nur Klischées bedienen. Nichts für ungut!

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  61. Du hast das Posting nicht verstanden. Schade.

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  62. Also ich kann mich Brigitte nur anschließen, du hast wirklich ein, teilweise sehr stark ausgepräktes, Klischeedenken. Versuch doch deine Meinung das nächste mal etwas differenzierter darzustellen.

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  63. Liebes Anonym, kriech doch bitte wieder unter den Stein, unter dem du vorgekrabbelt bist zurück.

    Und ignoriere weiter, dass in deutschen Tierheimen 40.000 Katzen sitzen und geh weiter Zuchtkatzen shoppen und sing dazu ich-mach-mir-die-Welt-wiedewiedewie-sie-mir-gefällt.

    *rollyes*

    Auf herzloses Zuchtkatzenkäufer-Gesocks, denen es nur um die Verteidigung ihres Konsumdenkens geht, hab ich hier gerade noch gewartet.
    Kusch, ab untern Stein!

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  64. Wenn man sich in Tierheimen und im Tierschutz umsieht, findet man dort sehr selten "Rassekatzen". Ich frag mich, woran das liegt? Weil die Katze nen Arsch voll Geld gekostet hat und die Leute ihr Prestige-Objekt in Echt-Pelz-Optik nicht hergeben wollen? Weil sie sich aufgrund des enormen Preises vielleicht mehr Gedanken gemacht haben als die "Och wie putzig, ein Kätzchen vom Bauernhof" Menschen?

    Nein, ich will keine Lanze für irgendwen brechen. Ich bin auch der Meinung, dass die Katzen aus dem Tierschutz dringender ein Zuhause nötig hätten.

    Aber seien wir doch mal ehrlich: Katze ist nicht gleich Katze, es gibt sie in zig verschiedenen Farben, zig verschiedenen Rassen, mit oder ohne Erkrankungen/Behinderungen und letztlich wählt jeder nach seinen Vorlieben und Bedürfnissen aus. Ich schätze mal, du hattest auch die Wahl zwischen deinen Katzen und anderen Katzen oder?

    Ich selber hab keine Katzen, möchte mir aber irgendwann welche anschaffen.Mir wäre schon sehr lieb, dann Katzen aus dem Tierschutz ein Heim zu geben. Aber zugegeben finde ich auch Birmas ganz toll. Eine Freundin von mir hat eine und ich vergötter die Katze ohne Ende, weil sie absolut herrlich ist. Aber wenn ich dem tierschutz gerecht werden will, muss ich eine Birma verschmähen, denn Birmas findet man halt nur sehr selten im Tierschutz. Das die Birma eine Rassekatze ist, ist da eher ein Fluch.

    Seit ich mich intensiver mit Katzen beschäftigt habe, haben schon einige Katzen mein Herz höher schlagen lassen, egal welcher Rasse sie angehörten. Wobei ich auch zu den lieblosen Konsumenten gehöre, deren Tierliebe nicht so weit ginge, eine Nacktkatze in Not zu nehmen, weil ja Katze = Katze ist. Ich weiß, ich gehöre damit in die Hölle, aber ich setz auch noch einen oben drauf: Perser kommen mir auch nicht ins Haus.. manche scheinen ja ganz lustig zu sein, aber nööööö. :D

    Die Welt ist nicht nur schwarz-weiß... ;) Auch wenn ich mich durch deinen Artikel in keinster Weise angesprochen fühle, so empfinde ich deinen Artikel als viel zu krass, unverschämt. Er regt eher zum wegklicken und abhaken an, als zur "Bekehrung".

    Im übrigen auch sehr einseitig alles.. Was ist denn mit den "Guck mal was für ein besonders krankes/behindertes/armes/altes Katzentier gerettet hab, bin ich nicht ein absoluter Gutmensch? Los, klopft mir die Schulter" Menschen??? Die gibts auch! ;) Sind die jetzt so viel besser, weil sie aus falscher Überzeugung das "Richtige"tun (und im wost case eben dann nix tun außer sich bauchpudern zu lassen?) Solche Leute gibts leider auch und bei denen muss ich mehr abkotzen als über die Menschen, die eine Katze im TH lassen und zum Züchter gehen und ne Rassekatzen kaufen und der bis zu ihrem Ableben Zucker in den Allerwertesten blasen.

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  65. Ich hoffe, es geht dir jetzt besser.

    Beinahe tragisch-komisch finde ich in deinem tsunami-artigen Kommentar übrigens den Satz:
    "Auch wenn ich mich durch deinen Artikel in keinster Weise angesprochen fühle"

    Ja, das merkt man. T-o-t-a-l :))))

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  66. Wie soll ich mich denn angesprochen fühlen, wenn ich nicht mal Katzen habe? ;)

    Und ums klarzustellen: Ich hatte auch nie Katzen ;)

    Nichts desto trotz interessiert mich das Thema. Und ich nahm an, dass du diesen Artikel verfasst hast, um vielleicht so manch einen zum umdenken zu bewegen.

    Wenn ja..

    Ich meine auch nicht, dass alles mit rosa Schleifchen verziert werden muss, man kann schon deutlich werden. Aber ob man mit dieser Hau Ruck Methode so viel Erfolg bei den Adressaten hat... *schulterzuck*

    Zum Thema Tsunami: *schmunzel* Mag sein das dein Artikel keine Naturgewalt ist, aber von der Dramaturgie her schon fast bühnenreif *mich schmunzeln verkriech bevor du doch zur Naturgewalt wirst*

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  67. Die Dramaturgie liegt daran, dass ich 40.000 Katzen, die in Tierheimen rumhocken, tatsächlich extremst dramatisch finde.
    Du magst dich an dem Leid der Tiere erfreuen, und *schmunzeln*, das bleibt dir überlassen.

    Ich für meinen Teil mag nur noch heulen, wenn ich daran denke.

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  68. Zitat aus diesem Blog:
    „Es leben in Deutschland ca. 40.000 Katzen in Tierheimen.
    . . . ca. 80.000 Katzen in Deutschland und im Auslandstierschutz leben . . .“


    Balli, wenn Du schon solche Überblickszahlen hast, weißt Du dann vielleicht auch, wie viele

    a) echte Rassekatzen mit Stammbaum usw.

    b) angebliche Rassekatzen "ohne Papiere billiger"

    c) Rasse-egal-Katzen

    ungefähr in deutschen Privathaushalten leben?

    Mich würde nämlich mal die Anteile von Prestigeobjekten (a + b) und Eher-Tierfreunde-Katzen (c) interessieren.


    Danke und viele Grüße

    Ulf

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  69. Nein, das weiss ich nicht. Vor Jaaahren ging mal die Zahl 5% Rassekatzen rum, das kann natürlich auch nur geschätzt worden sein. Kam, glaub ich, damals von einer Katzenzeitschrift.

    Mittlerweile dürften es mehr Rassekatzen sein, denn die liegen einfach total im Trend.
    Die 40.000 sind auf Tierheime bezogen. Ebenfalls aus der Presse entnommen.
    Ohne Pflegestellen, auf denen nochmal wat-weiss-ich-wieviele Katzen leben und auf ein endgültiges Zuhause warten.

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  70. Ein Artikel, der nur so vor Vorurteilen stinkt... wer keine Katze aus dem Tierheim, oder Bauernhof nimmt, soll sich schämen und ist ein schlechter Mensch (Und hat Deko von Obi).

    Einer der schlechtesten Blog-Einträge des WWW.

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  71. Welche böse Macht hat dich arme Pfanne denn hierher geprügelt und dazu gezwungen, zu lesen? :D

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  72. Genau so und nicht anders!
    Balli ich liebe dein Blog! Dankeschön!

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  73. http://www.youtube.com/watch?v=e5b2RMEq9S0&sns=fb

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