Montag, 22. August 2011

"Warum sind deine Katzen so friedlich?"

Wurde ich wiederholt gefragt. Und ich habe mir wiederholt Gedanken darüber gemacht und bin zu dem Schluss gekommen, ich kann keine eindeutige Antwort darauf geben, weils keine keine eindeutige Antwort gibt. 
Aber bei einigen Faktoren bin ich mir ziemlich sicher, dass sie mit dazu beitragen.


1.
Wichtig könnte sein (wahrscheinlich, so ganz sicher bin ich mir da nie und schon gar nicht, wieviel tatsächlich ein Muss wäre), dass wir sehr viel Platz haben. Die Katzen können hier echt toben und mit Vollgas rumwetzen. Es gibt im Haus einen Rundkurs: Durchs Treppenhaus hoch, durch den Flur, in die Galerie, von dort die Wendeltreppe runter, durchs Wohnzimmer, in die Diele und zack, wieder durchs Treppenhaus hoch.
Hier wird oft gerannt, der Rundkurs ist dafür wirklich toll.
Andererseits, trotz massig Platz, liegt die ganze Bande tagsüber meistens zusammen in der Galerie, wenn Nickerchen-Time ist. Die könnten sich auf etliche Zimmer verteilen, tun sie aber eher nicht.
Manchmal denke ich, die Katzengemeinschaft würde auch gut funktionieren, wenn wir nur halb so viel Platz hätten. Aber viel Platz schadet natürlich auch nicht.


2.
Wir haben extrem gute Nerven :D
Vorhin kam ich aus dem Bad, barfuss. Auf dem Weg Richtung Treppe raste mir ein Trio, bestehend aus Fiete, Hannes und Lottchen über die nackerten Füsse. Mit Vollgas. Dass die beiden Schwarzweisslinge Fiete und Lotte waren, weiss ich nur deshalb, weil Klärchen (der dritte Schwarzweissling) im Schlafzimmer bei ihrer Mama lag. Bei dem Karacho, das die drei drauf hatten, hätte ich sonst keinen der drei identifizieren können.
Jedenfalls habe ich einen fetten Schmarren überm Rist, weil einer der drei Verbrecher mit ausgefahrenen Krallen über meinen Fuss gerannt ist. Ja, nun. Sie hatten Spass. Und es gibt Pflaster.
Was ist ein zerschrammter Haxen gegen drei gut gelaunt spielende Katzen? :D

Mein Mann tappte kürzlich mal wieder in Katzenkotze. Noch warme Katzenkotze, also besonders schön, wenns lauwarm unterm Fuss knatscht. Klar, eklig. Aber kann man abwaschen.

Hier geht ab und zu mal was zu Bruch. Ja, und, das ist halt so. Wird eben neu gekauft.

Das Sofa ist drei Jahre alt und sieht .... hm.... nicht mehr schön aus. Ishaltso. Selber schuld, was kaufen wir ein dunkelbraunes Glattledersofa, auf dem man jeden Kratzer sieht?

Menschen mit guten Nerven werden nicht so schnell übellaunig und das wirkt sich auf die Laune der Viecher natürlich auch aus.


3.
Es sind genug Katzen, dass jeder immer jemanden findet, der gerade auch schmusen oder auch spielen will.
Keiner muss eine schlafende und deshalb momentan spiel-unwillige Katze ärgern, wenn er spielen will, sondern sucht sich einfach einen ebenfalls zum Toben aufgelegten anderen Katz.


4.
Linda. Die ist der ruhende Pol für die Katzingers. Sie hat für jeden Zeit, putzt geduldig Köpfe und Popos, man kann mit ihr kuschlen, wenn die Zweibeiner keine Zeit haben, und sie erzieht die Katzenbande auf ihre Art. Von ihr lernen sie, dass man ganz schnell mal mit der Pfote auf dem Boden festgenagelt wird, wenn man meint, zu grob werden zu müssen. Wer ungrob und nett ist, für den hat Linda immer Zeit.
Sie lässt sich von den Katzen im Grunde bis zu dem Punkt auf der Nase rumtanzen, wo ich auch einschreiten würde. Wenn zwei derbe spielen und es ihr zu arg wird, geht sie hin und rüffelt den Krawallheini an.
Alle Katzen lieben sie.


5.
Ich bin Hundemensch. Von Haus aus, von klein auf und schon immer. Hunde gabs in meinem Leben schon immer, Katzen kamen erst dazu, als ich schon halb erwachsen war. Den Umgang mit Hunden habe ich im Blut und das prägt den Umgang mit Katzen. Was man mit Hunden lernt, ist u.A. Konsequenz, Motivation (zum gewünschten Verhalten), schnelles Reagieren auf unerwünschtes Verhalten und Loben. Und die Einstellung, dass man sich mit Tieren beschäftigen muss und sie nicht einfach nur hat. Also sie nur so neben sich her existieren lässt, ohne ihnen gross Aufmerksamkeit zu schenken, wie es in ganz vielen Katzenhaushalten leider läuft. Da wird erst mit Katze kommuniziert, wenn sie sich deutlich bemerkbar macht, meistens durch Dinge, die den Katzenhalter auf die Palme bringen. Die übrige Zeit verbringen nach wie vor die meisten Katzen damit, als lebende Deko rumzuliegen oder dem Menschen Kuscheleinheiten zu verpassen, wenns dem Menschen gerade mal genehm ist.

Bei uns läuft das so, dass von meinem Mann aus Laissez Faire herrschen würde. Der ist komplett erziehungsunfähig und lässt sich von gar nix aus der Ruhe bringen. Da buddelt ein Katz vor seinen Augen einen Blumentopf aus und er grinst und sagt "hehe, guck mal, wie fleissig die gräbt".
Odere einer schaukelt im Schlafzimmer am Vorhang unter der Decke rum und der Mann freut sich über die sportliche Katz und feuert sie sogar noch an. *rolleyes*
Oder unserem notorischen Dieb, Fiete, der alles klaut, was nicht niet- und nagelfest ist, dem legt er extra noch Diebesgut hin, damit sein Katersöhnchen ein Erfolgserlebnis hat und sich freut. Wenn Fiete dann vor des Papas Nase auf dem Schreibtisch rumspaziert, sich in aller Ruhe zwischen den vielen stehlenswerten Sachen etwas aussucht und mit einem Kugelschreiber davon flitzt, ist der Papa sehr stolz auf seinen Fiete :-D
Und ich muss auch immer lachen ;)

Das gehört aber wohl auch eher zu Punkt 2, den guten Nerven.

Zu was ich mit dem Hundemenschen-Gelaber eigentlich angesetzt hatte, war Folgendes, von dem ich hoffe, dass es jemandem was bringen könnte, der Stress in seiner Katzentruppe (oder seinem Katzen-Duo) hat:
Man muss die Tiere gut beobachten. Man sollte erkennen (lernen?), ob und wann man eingreift und wie.

Kabbeleien und sich im Spiel jagende und kloppende Katzen: völlig normal und ok, muss so, soll so. Nix machen, ausser zugucken und sich über kabbelnde und balgende Katzen freuen. Sieht nicht immer schön aus, denn auch im Spiel zieht einer den Kürzeren und ist beleidigt oder der andere hätte es nicht ganz so weit treiben müssen, aber es sind Katzen, die spielen so. Und da gehts durchaus auch mal derbe zur Sache.

Schluss mit lustig ist, wenn einer anfängt zu kreischen oder sehr defensiv zu fauchen (nicht zu verwechseln mit eher läppischem "lass mich jetzt, ich hab jetzt keinen Bock mehr"-Fauchen) oder wenn Fellbüschel fliegen. Oder es einfach zu happig wird. Wenn sie beidpfötig aufeinander eindreschen und einer zum Sprung auf den anderen ansetzt. Oder bei Klo-Mobbing, das Probleme in vielen Katzenhaushalten macht. Da lauert dann einer dem anderen auf dem Weg zum Katzenklo auf und das Opfer ist irgendwann so weit, dass es lieber  hinters Sofa pinkelt, als sich jedesmal auflauern zu lassen. Dann muss man eingreifen.

Besser ist es allerdings, vorher zu merken, dass es jetzt ernst werden könnte und dann schon mal ein "Herrschaften, einen Gang runter schalten!" in die Runde zu werfen und sie abzulenken.

Was bei der ganzen Moderation [i.S.v. leiten, führen, lenken] der kätzischen Mitbewohner wichtig ist, oder wie ich zumindest finde, DAS Wichtigste: man muss für sie durchschaubar sein. Man darf seine Reaktionen nicht von der eigenen Laune abhängig machen oder vom Wetter oder ob das Abendessen gemundet hat. Die müssen wissen, woran sie sind, sonst funktioniert das nicht.
Eine Ermahnung ist eine Ermahnung und hat keine direkten Folgen. Man kann also nicht ein Tier ermahnen und dann direkt sanktionieren, sondern es hat dann die Chance, ganz alleine das, was gerade los ist (den Streit mit einer anderen Katze) zu beenden.
Tut es das, tut der Mensch so, als wäre nichts gewesen und liest weiter sein Buch oder guckt Sportschau.

Ignoriert der kleine Krawallo die Warnung und macht weiter, kommt die Sache mit den hellgelben Funken.
Das heisst, der Mensch unterbricht aktiv das Gezoffe, und macht dem Krawallo klar, dass er ein kleines Mistviech ist und dass das nicht geduldet wird. Hier läuft das so ab, dass ich schreie "Jetzt ist Schlussssssss!" und den Aggro-Heini weg jage. Raus aus dem jeweiligen Raum, die Treppe hoch oder runter. Der hat sich zu verkrümeln und für die nächsten 5 Minuten in Deckung zu bleiben.

Kommt hier super selten vor und wenn, dann kurz vor der Fütterungszeit :D
Hungrige Katzen sind streitlustige Katzen. 

Ansonsten läuft "Erziehung" (das Wort passt bei Katzen nicht gut, man lenkt sie eher, als dass man sie erzieht)
hier eigentlich nur über positive und negative Rückmeldung und Verstärkung. Katzen, die nett zueinander sind, werden gelobt und gebusselt und ihnen auch 100 mal am Tag gesagt, dass sie die tollsten und bestesten Katzen der Welt sind. Das glauben sie natürlich aufs Wort ;)

Ich bin davon überzeugt, dass Katzen, die ein enges, inniges Verhältnis zu ihrem Menschen haben, ganz vieles ihm zuliebe tun. Die wollen es richtig machen, die wollen toll sein. Wenn sie ihn lieben, dann wollen sie das, was der Mensch auch will und geben sich Mühe, die allertollsten Katzen der Welt zu sein.

Mal am Beispiel von den beiden Machos im Haus, die sich beide für den Master Of The Universe halten, Fiete und Franzi.
Die beiden mögen sich durchaus, aber sie konkurrieren. Der eine beobachtet den anderen und was der eine macht, kann der andere schon lange ("ätsch!").

Bei Fiete ist es so, dass der alle paar Tage einen auf den Deckel braucht, damit er nicht abhebt. Er ist suuuuper sozial, ein ganz herziges Kerlchen, aber er hat die Neigung zum Grössenwahnsinn. Er platzt vor Selbstbewusstsein. Würde ich den in den Freigang schicken, würde er keine 5 Minuten überleben. Der würde sich als erste Tat mitten auf die Strasse vor den daherfahrenden Trecker von Bauer Günther stellen und gucken, was passiert. Denn ihm kann ja nix passieren, denkt  er. Er hält sich für unsterblich. Der Knallkopf.

Würde man Fiete einfach machen lassen, würde er sich zum Katzen-Chef krönen und im Stechschritt seine Ländereien, sprich, das Haus regieren und die anderen Katzen müssten stramm stehen.
Nee, so schlimm ist er nicht ;) , aber er ist halt wie er ist und man muss ihn ab und zu etwas einbremsen. In seiner schlimmsten Phase, da war er so ca. 2 Jahre alt, musste ich ihn mir fast täglich zur Brust nehmen, mitterweile langt ungefähr einmal die Woche eine Ermahnung. Immer aus dem gleichen Grund, er probiert dann aus, wie weit er gehen kann. Lauert den anderen auf, versucht sie zu jagen , zu erschrecken oder einen Satz Ohrfeigen zu verteilen. Wenn er mit windschnittiger Ohrenfrisur rumläuft, weiss man, es ist mal wieder so weit.
Sein Lieblingsopfer ist seine Schwester Klara. Die wehrt sich nicht, sondern schreit wie am Spiess, wenn er sie in eine Ecke drängt.
Wenn er das mit Luzie oder Lotti versucht, kommt es erst gar nicht so weit, die lassen sich in keine Ecke drängen, die sind beide einer kleinen Schlägerei keinesfalls abgeneigt, sondern drehen den Spiess einfach um und gehen auf ihn los. Das nimmt ihm sofort den Wind aus den Segeln, denn _ernsthaft_ zoffen will er eigentlich gar nicht.
Sein Bruder Hannes hängt ihn einfach ab, der ist doppelt so schnell wie Fiete und kann doppelt so hoch springen, ausserdem lässt der sich grundsätzlich in keine Streitereien reinziehen.
Sophie wäre auch ein Lieblingsopfer von Fiete, denn die ist viiiiiel zu pienzig, um sich zu hauen. Aber die hat das Problem nicht, denn sie hängt rund um die Uhr an meinem Rockzipfel.
Emma haut ihm prophylaktisch jedesmal mit der flachen Pfote auf den Kopp, wenn er ihr begegnet, dafür liebt er sie komischerweise sehr und ist ganz im Glück, wenn er mit ihr kuscheln darf.


Ansonsten ist er meistens ein sehr lieber Kerl den anderen gegenüber, der auch mit Schwachen und Kranken ungrob und lieb spielen kann (und das zeichnet ihn sehr aus, denn das ist bei Katzen so eigentlich nicht üblich).
Das ist so, weil er grössten Wert darauf legt, dass wir Zweibeiner ihn toll finden, ihm so oft wie möglich Küsschen auf die Stirn drücken und er gesagt bekommt, wiiiiiiie toll er ist.
Er kann überhaupt nicht damit leben, ignoriert zu werden. Ein ignorierter Fiete ist ein sehr geknickter Fiete. Er sitzt dann in einer Ecke und ist seeehr traurig. Dann kann man ihn auch wieder her rufen, der hat seine Lektion kapiert für die nächsten Tage.

Franzi war, als er hier einzog, die ersten zwei Wochen seeehr anstrengend. Er hatte anfangs vor, der Alleinherrscher zu werden und so benahm er sich auch. Er wollte alle Aufmerksamkeit von meinem Mann und mir für sich alleine, wollte schmusen und kuscheln und knutschen und das möglichst rund um die Uhr. Die anderen Katzen hielt er für überflüssig.
Es dauerte ein Weilchen, bis er gelernt hatte, dass er immer noch ein SUPERKATER ist, auch wenn wir uns mit den anderen Katzen beschäftigten.
Ich kenne keine andere Katze, für die es so maßlos wichtig ist, geliebt, beachtet, betüddelt und geknutscht zu werden, wie Franzi. Der würde sich beide Beine rausreissen, um gelobt zu werden. Mit dem kann ich 20 mal den Rundkurs durchs Haus rennen, wenn ich rufe "Franzibär, komm!", dann rennt der mit. Der würde wahrscheinlich auch ins Wasser hopsen, über glühende Kohlen gehen oder auf zwei Beinen tanzen, wenn wir das von ihm verlangen würden.
Das haben wir eiskalt ausgenutzt, als er hier einzog. War er aggro zu den anderen Katzen, wurde er geschimpft und nicht mehr beachtet. Und hat dann fuuuurchtbar gelitten.
Bis er kapiert hatte, dass er der böse Franzi ist, der nicht beachtet wird, wenn er aggro zu den anderen Katzen ist, gabs hier blutige Nasen für alle. War echt stressig, vor allem für Anton, der immer und immer wieder auf seine ganz und gar engelhaft-liebe Art versuchte, Franzi zu befreunden und ein ums andere mal eins auf die Nase bekam. (Die beiden sind heute sehr gut befreundet und Franzi gibt dem Anton dauernd Küsschen).

Nach einer Woche dämmerte ihm so laaaangsam der Zusammenhang seines Verhaltens und seiner Leiden. War er lieb, war er Superfranzibär - war er böse, musste er den Raum verlassen und wir guckten ihn nicht mal mit dem Böppes an (war gar nicht so einfach, das an meinen Mann ran zu bekommen, der wäre ihm am liebsten jedesmal hinterher getrabt und hätte ihn getröstet, weil die böse Frau so gemein zu ihm war).
Das Ganze so lang, bis Franzi wieder angetrottelt kam und vorsichtig um Aufmerksamkeit nachgesucht hat.
Was liegt da für einen aufmerksamkeitssüchtigen Franzi näher, als nur noch lieb zu sein? Nichts.
Tadaaa. So wurde aus dem Schläger der liebe Onkel, der sich von kleinen Katzenmädchen auf der Nase rumtanzen lässt und das ganz super findet. Ich kann manchmal gar nicht glauben, wie gutmütig der geworden ist.

Ab und zu rasseln er und Fiete mal zusammen, aber nie bösartig. Eher so auf Macho-Art: "Wat is, willse auffe Fresse, Alder?" Oder einer gibt dem anderen im Vorbeilaufen einen Dong und der andere dongt zurück.
Machen lassen..... Kerle sind halt nun mal so.

Warum sabbel ich hier eigentlich endlos rum? Ahso, ja, weil ich versuche, mir eine Antwort darauf aus den Fingern zu saugen, warum mein Katzenvolk so friedlich ist. 

Die Voraussetzung für alles ist, meiner Überzeugung nach, dass man zu seinen Tieren ein herzliches, liebevolles, enges Verhältnis hat. Wenn man sie für die Grössten hält (aus tiefstem Herzen), dann sind sie das auch.
Mit ein wenig Regie aus dem Hintergrund bei problematischen Situationen (Ermahnungen), Ablenkung zur richtigen Zeit und viel Lob und Küsschen und Küsschen und Küsschen und Trallala. Und Transparenz. Man muss für die Tiere lesbar sein. Verständlich sein, sie müssen sich jederzeit drauf verlassen können, dass dies gut ist und jenes eben nicht gut ist.

Launenhaftigkeit ihrer Menschen macht Katzen irre. Es verunsichert sie zutiefst. Katzen sind Tiere, die ein sehr grosses Maß an Verlässlichkeit brauchen, um ihre beste Seite zeigen zu können. Eine Katze, die liebevoll auf ihren Menschen zugeht, darf man nicht einfach ignorieren, sondern man muss wenigstens, auch wenn man gerade keine Zeit hat, ein liebes Wort oder ein Streicheln über den Kopf für sie übrig haben.

Bei Hunden gehört viel mehr dazu (die führen aber auch kein Leben als nixnutzige verzogene Parasiten wie Katzen, sondern die müssen etwas leisten), aber bei Katzen ist das schon alles.

Ich kanns nicht besser erklären :-/


6.
Ich arbeite von zu Hause aus und habe deshalb natürlich sehr viel mehr Zeit für die Bande, als jemand, der täglich 9 oder 10 Stunden ausser Haus ist.


7.
Ausgleichende Gerechtigkeit. Wer eine Lilli hat, der hat 10 gutartige Katzen einfach verdient.


8.
Friedliebende Tiere: Wie der Herr, so das Gescherr. Und wehe, einer lacht jetzt. :-D

Kommentare:

  1. Balli, ich liebe deinen Blog! Ich lerne echt viel, wenn ich deine Posts lese. Naechstes Jahr geht's fuer uns hoffentlich auch endlich los und wir duerfen zwei Katzen ein neues Zuhause schenken!

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  2. Und du informierst dich jetzt schon über Katzenhaltung? Juhuuuu, es gibt sie, die verantwortungsvollen Menschen, die nicht einfach los tappen und mit einem 8 Wochen alten einzelnen Kitten ankommen und sich dann erst zwangsweise mit ihren Tieren beschäftigen, wenn ein Tier unsauber oder aggressiv oder krank wird ♥

    Ich freu mich für deine zukünftigen Katzen, das werden Glückskekse sein :)

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  3. >>Wenn er mit windschnittiger Ohrenfrisur rumläuft, weiss man, es ist mal wieder so weit.<<

    alleine für diesen satz könnte ich dich knutschen :) der ganze beitrag ist unglaublich lustig und schön geschrieben!

    du hast nur punkt 9 vergessen: die katzen in eurer gegend müssen irgendein friedliches gen haben - ich sehe es an kevin und else, das sind einfach so wunderbare katzen, die muss man einfach lieb haben!

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  4. Kevin und Else haben ja auch ein wunderbares Zuhause und sind glückliche, heiss geliebte Katzen. Klar sind die peacig und friedlich, die haben null Grund, es nicht zu sein ;) :)

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  5. "Friedliebende Tiere: Wie der Herr, so das Gescherr. Und wehe, einer lacht jetzt. :-D "

    Lach!!! *duckundwech*

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  6. Ich lieg auch noch auf dem Boden vor lachen wegen Punkt 8...

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  7. Meine Zwei haben in 13 Jahren bewiesen, dass sie die liebsten Katzen sind. Ich bin aber auch nicht böse, wenn Moritz morgens um 6 Uhr im Flur sitzt und brüllt "Ich mag nicht alleine aufs Klo gehen!" Ich bin also mal wieder aufgestanden, und wir gingen dann eine Runde zusammen aufs Klo. :-) Kaum wieder im Bett (ich habe Urlaub), fängt Maxi an zu zwitschern (ganz hell und leise, aber trotzdem geeignet, jeden noch so fest schlafenden Menschen umgehend zu wecken) "Du, ich hätte da ein wenig Appetit auf was Leckeres." Also kriegt sie was Leckeres. Dass Moritz dann umgehend auch was anderes Leckeres wollte, hätte mir eigentlich vorher klar sein müssen... :-) Danach haben wir alle zufrieden weiter geschlafen. Was hätte es gebracht, sie auszuschimpfen und die Türen zu schließen? Nichts als Verdruss - auf beiden Seiten. So halten wir es seit ihrem Einzug. Schließlich sind sie Katzen und die sind einzig da, um verwöhnt zu werden.

    Sie danken liebe- und verständnissvolles Zusammenleben, indem sie nichts mutwillig zerstören, ausnahmslos immer ihr Klo benutzen, immer freundlich und kuschelig zu uns sind und natürlich auch nett zueinander.

    Klar, sie sind Katzen und das sind manchmal eben Heißsporne, sie raufen auch mal. Aber nie ernsthaft. Moritz ist viel größer und stärker als seine Schwester, aber wehe..... er bemerkt, dass sie nun doch mal wütend ist - ihn schwanzpeitschend anstarrt. Dann wird der große Kater immer kleiner, immer harmloser und fängt schon mal vorsorglich das Schreien an "tu mir nichts, alles ist wieder gut!!!" Dann ist auch alles wieder gut. Auch wenn ich nach Hause komme und Moritz hat (das passiert vllt. so oft wie Weihnachten) noch schwarze Fellflusen in den Mundwinkeln hängen (die hat er natürlich längst vergessen und guckt gaaaanz lieb - der kleine Verbrecher ;-) ) und ein paar Puschel von Maxis Fellchen fliegen auf dem Boden rum, ist längst jede Meinungsverschiedenheit vergessen. Katzenfell sitzt sowieso sehr locker, und das bei Meinungsverschiedenheiten mal welches fliegt, merken sie sicher in ihrer Rage als Letztes.

    Sitze ich bei einer Handgreiflichkeit dabei, dann reicht ein schneidend gerufenes "Eeeeyyyyh" und sie lassen voneinander ab. Das nachgeschobene "ihr Dusseltiere" wird höchstens noch mit einem Blick "was ist? Alles längst vorbei" quittiert.

    Katze Katze sein lassen und dies mit fortwährender, höchstens lenkender Engelsgeduld, ist auch mein Patentrezept.

    Kai

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  8. Bianca, ich zeig dir gleich mal, WIE FRIEDLICH ich bin *brüll*



    Kai, genau SO :)

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  9. Liebe Balli - DANKE !!!!!!!!!

    DAS ist genau das Thema, was mich mit am meisten beschäftigt.....

    Ich werde mir dieses Posting (nennt man das so in Blogs ??) vermutlich noch hundertmal durchlesen und ganz bestimmt immer wieder was Neues für uns draus lernen können.

    Als wir unsere Kleinen mit 15 Wochen von der Züchterin abgeholt haben, hat sie beim verabschieden gesagt, die Kleinen wären noch nicht geprägt, das sei jetzt meine Aufgabe.

    Ich habe lange gerätselt, was sie damit wohl gemeint haben könnte, inzwischen glaube ich, daß sie damit ausdrücken wollte, daß die Süßen zwar im Haus aufgewachsen, aber nicht wirklich den Umgang mit Menschen gewöhnt sind.

    De facto sieht es so aus, daß Sissi und Lissy sich mehr oder weniger gar nicht für uns interessieren, sondern eigentlich nur für Neli.
    Neli ist hier der Suuuuuperstar, vor allem Sissi würde sich jedes Pfötchen einzeln ausreißen, wenn sie Neli damit glücklich machen könnte.....

    Und Neli ihrerseits ist zwar allermeistens wahnsinnig anhänglich (besonders bei mir), aber nach wir vor auch reichlich traumatisiert durch ihre Zeit in der Tötung.
    Das ist zwar in den 10 Monaten, die sie nun bei uns ist, um Lichtjahre besser geworden, sie hat aber immer noch Alpträume und Absencen, in denen sie uns lieber in der Luft zerreissen, als sich jemals von uns anfassen lassen würde.

    *seufz*

    Wahrscheinlich ist das der größte Unterschied zwischen unseren und Euren Katzen - unsere kommen prima ohne uns zurecht.

    Aber egal, ich will nicht jammern, die Kleinen sind noch so jung, da kann sich noch vieles ändern.


    Balli, ich weiß zwar, daß das hier kein Wunschkonzert ist, aber .... wenn Dir in den nächsten Tagen so reeeeein zufällig ein Blog mit dem Thema "Wie ich meine Katzen am besten durch die Hitzewelle bringe " aus der Feder rutschen würde, fände der hier sicher dankbare Leser.

    In diesem Zusammenhang habe ich heute sehr an den Hasen gedacht. Hat er einen kühlen Unterschlupf bei dem Wetter und genug zu trinken ???


    Liebe Grüße in den Norden


    Susanne

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  10. "Bei uns läuft das so, dass von meinem Mann aus Laissez Faire herrschen würde. Der ist komplett erziehungsunfähig und lässt sich von gar nix aus der Ruhe bringen. Da buddelt ein Katz vor seinen Augen einen Blumentopf aus und er grinst und sagt "hehe, guck mal, wie fleissig die gräbt".
    Odere einer schaukelt im Schlafzimmer am Vorhang unter der Decke rum und der Mann freut sich über die sportliche Katz und feuert sie sogar noch an. *rolleyes*
    Oder unserem notorischen Dieb, Fiete, der alles klaut, was nicht niet- und nagelfest ist, dem legt er extra noch Diebesgut hin, damit sein Katersöhnchen ein Erfolgserlebnis hat und sich freut. Wenn Fiete dann vor des Papas Nase auf dem Schreibtisch rumspaziert, sich in aller Ruhe zwischen den vielen stehlenswerten Sachen etwas aussucht und mit einem Kugelschreiber davon flitzt, ist der Papa sehr stolz auf seinen Fiete :-D
    Und ich muss auch immer lachen ;)" *totlach* Wunderbar geschrieben Balli :)

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  11. Susanne, das: "Wahrscheinlich ist das der größte Unterschied zwischen unseren und Euren Katzen - unsere kommen prima ohne uns zurecht." ist in meinen Augen kein Fehler. So lange es den Tieren gut dabei geht, ist das völlig ok.
    Je enger man ein Tier an sich bindet, desto grösser wird die Verantwortung. Einer Katze, die einem pausenlos am Rockzipfel hängt, kann man z.B. kaum zumuten, mal zwei Wochen in den Urlaub zu fahren und sie in der Zeit von jemand anderem versorgen zu lassen.
    Das ist genau das Problem, das wir hier haben.

    Deine Kleinen werden noch auftauen. Ganz bestimmt. Nennt ihr sie bei ihren richtigen Namen? Die hören sich zu ähnlich an, da solltet ihr euch was einfallen lassen. Die müssen gut unterscheiden können, wer beiden gemeint ist.

    Zur Hitze habe ich eigentlich nur den Tipp, das Futter mit mehr Wasser als üblich zu pantschen.
    Katzen (wenn sie gesund sind) vertragen Hitze aber allgemein eh gut. Viel besser als Menschen ;)


    Anonym, ich hab kürzlich ungelogen über 30 Milch-Schnöppels (diese Abreissverschlüsse) unterm Sofa vorgeholt. Die gehören auch zu Fietes bevorzugter Beute. Wir lassen sie immer absichtlich in der Küche auf dem Tresen rumliegen. :D

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  12. Ich glaub, aus dem Beitrag werd ich auch noch einiges an nützlichen Infos ziehen, also danke dafür! : )

    Ihr lasst Fiete die Milch-Schnöppels (super Wort übrigens)? Linus liebt die auch, aber er kaut auf allem, was er klaut, auch rum und was klein genug is, wird auch geschluckt... Deswegen nehm ich sie ihm immer weg und schimpf Männe aus, wenn er mal wieder einen auf der Theke rumliegen hat lassen... Bin ich da zu ängstlich?

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  13. Aki, das bist du nicht. Wenn er die kaut und schluckt, ist Vorsicht angesagt.

    Kaut und schluckt Linus öfter mal was, das nicht dafür gedacht ist? Google mal nach Pica-Syndrom. Das kommt zwar häufig, aber nicht nur bei Orientalen vor.

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  14. Hm, nun ja, er kaut gerne, aber selten, an (Holz-)Stiften und Holz (zum Glück nur unbehandeltes), ich glaub er mag den Geruch... Da hab ich ihn aber noch nie schlucken sehen, zumal er das Holz ja gar nicht wirklich klein bekommt.

    Was er wirklich schlucken will, sind Fussel oder kleine Steinchen, die er so auf dem Weg findet, beschnuppert, sozusagen "probiert" und bei dem Vorgang ins Mäulchen bekommt, wobei die Steinchen glücklicherweise eigentlich immer wieder rausfallen. Kommt mir ein bisschen so vor wie das Spiel mit einer Maus oder so, als ob er sie werfen wollte. Wenn er merkt, es schmeckt nicht, dann lässt ers auch wieder liegen. Wobei er mir so einen porösen Tonstein mal aus nem Blumentopf geklaut und tatsächlich zerbissen hat. Zum Glück war ich da zuhause...

    Bei den Schnöppeln hab ich eher Angst, dass beim Kauen kleinere Teilchen abgehen und er die runterschluckt, genauso wie mit Q-Tips. Da hat er sogar regelmäßig den Badmüll umgeworfen, um an die zu kommen, weswegen wir die jetzt immer in der Küche wegwerfen. Dass er diese Dinge vorsätzlich frisst, würde mich wundern, da hätte er viel anderes Plastik z.B. unten an den Küchenstühlen, an dem er immer knabbern könnte. Ich hab das Gefühl, er will nur damit spielen. Er ist sowieso sehr einfallsreich und erfindet ständig neue Spiele, probiert alles aus. Einmal hab ich das Telefon unterm Küchenschrank gefunden... Er ist Kicker-Weltmeister. ; )

    Hm, Pica-Syndrom hab ich gegoogelt... Könnte schon sein, wenn auch eine eher weniger starke Form. Textilien lässt er grundsätzlich in Ruhe, Plastik auch, er leckt außer meiner Haut (ich muss schließlich auch geputzt werden) rein gar nichts ab...

    Vielleicht ist er auch nur ein bissl in der oralen Phase stecken geblieben. Er ist eine halbe Handaufzucht, weil die Mutter verwildert und er das letzte überlebende Kitten war, er hängt auch sehr an Menschen. Aber sowas kann natürlich schon tief sitzen.

    Ich werds mal weiter beobachten und meinen Tierarzt fragen.
    Danke für den Tipp jedenfalls! Wusste nicht, dass es dieses Syndrom auch bei Katzen gibt. Wieder was gelernt. : )

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  15. Pica ist gar mal soooo selten.

    Meine Lilli lutscht gerne Plastik ab und zerbeisst dünne Kabel. Zum Glück schluckt sie nichts.

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  16. Jetzt, wo dus sagst... Schröder versucht grundsätzlich alles zu fressen, was lang und grasartig ist. Und da zählen für ihn auch Gummischnüre, z.B. von der Katzenangel, und dünne Kopfhörerkabel dazu. Deswegen ist das bei uns auch alles verstaut und weggeräumt, wenns nicht gebraucht wird...

    Nunja, dann habe ich wohl zwei Pica-Kater daheim. Aber ich weiß ja, was wir lieber nicht liegen lassen sollten, und es nimmt (noch) keine zu großen Ausmaße an.

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  17. Ich weiss gar nicht genau, wie Pica definiert wird, also, ob Rumkauen und Ablutschen auch schon dazu zählt, oder nur das Runterschlucken von unverdaulichem Zeug.

    Aber gerade so dünne Käbelchen von Kopfhörern und Ladegeräten sind hier allgemein beliebt, um mal die spitzen Zähnchen rein zu hauen :D

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  18. Hallo Balli,

    ich lese oft und gerne in deinem Blog und mag deine direkte art.

    Aber diesen Satz *als nixnutzige verzogene Parasiten wie Katzen* meinst du doch hoffentlich nicht ernst? Vlt bin ich auch nur zu müde und merke nicht, dass es Ironie ist.

    Klär mich bitte auf!

    LG Samy

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  19. Klar ist das ironisch gemeint!
    ..... obwohl.... lass mich nochmdal drüber nachdenken... :D

    ;)

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  20. Na dann ist ja gut.

    Ich war dann wohl doch zu müde :D

    Samy

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